«In all den Jahren kam ich immer gerne zur Arbeit. Sie bedeutete für mich nie Belastung und Stress.» Das sagt nach 32 Jahren Geschäftstätigkeit der Firmeninhaber Toni Mohyla. Man zweifelt keinen Augenblick an seiner Aussage.

Spürbar ist sein inneres Feuer für sein Lebenswerk, sein Baby, wie er es bezeichnet. Am 15. Dezember 1983 gründete er mit Ehefrau Rosmarie die Biberoptik Mohyla.

Ein halbes Jahr später führte er bereits eine Lehrtochter in die Geschicke der Augenoptik ein, und nach einem weiteren halben Jahr stellte er eine Mitarbeiterin im Vollpensum ein.

Bis heute arbeiten im Betrieb neben dem Inhaberehepaar acht Fachkräfte mit 530 Stellenprozenten, darunter Mitarbeiterinnen mit einer Anstellungsdauer von 27 und 28 Jahren, plus eine Lernende.

Rosmarie Mohyla oblagen all die Jahre die umfassende Administration und Buchhaltung. «Die Kundschaft stieg von null auf heute 12 000 Stammkunden», zeigt Toni Mohyla das grosse Wachstum auf. Kunden aus Biberist liegen in der Rangliste ganz vorn, gefolgt von Lohn-Ammannsegg, Gerlafingen, Solothurn.

«Die Kunden schätzen die Parkplätze und den behindertengerechten Zugang», sagt der diplomierte Augenoptiker.

Schützen schätzen das Angebot

Zur Stammkundschaft zählen aber auch Personen weit über die Region hinaus. Darunter viele Schützen, hat sich doch Toni Mohyla selber diesem Sport verschrieben. Auch für Sportler wie etwa Biker ist die Biberoptik spezialisiert. Mund-zu-Mund-Werbung sowie die Werbung mittels Unterstützung der Vereine scheinen hier zu funktionieren.

«In den 32 Jahren hat sich gewaltig viel verändert», sagt Mohyla und erwähnt die Digitalisierung der Arbeitsplätze. Die Untersuchungen erfolgen mithilfe eines Scanners, die das ganze Auge erfassen. So werden die Brillengläser optimiert und vor allem die stufenlosen Gleitsichtgläser wesentlich verträglicher.

Durchgreifende Erleichterungen sind für Personen im Angebot, die am Bildschirm arbeiten. Zum Internet meint Mohyla: «Kontaktlinsen müssen dort nicht unbedingt günstiger sein. Wir sind durchaus konkurrenzfähig.» So bietet die Biberoptik ein Abo-System an, in welchem Kontaktlinsen und Serviceleistungen enthalten sind.

«Im Internet fehlt die Beratung, es besteht ein Risiko für Verletzungen oder Allergien, etwa wenn die Grösse nicht stimmt, ein Mangel in der Herstellung vorliegt oder das Pflegemittel unverträglich ist», gibt der Fachmann zu bedenken.

Die Biberoptik engagiert sich ebenfalls für schwachsichtige Personen, sei es mit Untersuchungen, Abklärungen und speziellen Hilfsmitteln, wenn nötig unter Einbezug von Beratungsstellen.

Keine Frage, dass Weiterbildung an Kongressen des schweizerischen Berufsverbands für Augenoptik und Optometrie in der Biberoptik grossgeschrieben wird. Vielfach ist das Geschäft an der Hauptstrasse nämlich die erste Anlaufstelle, wenn mit dem Auge etwas nicht stimmt.

«Nur 25 Prozent der Brillenträger holen ihr Rezept beim Augenarzt», informiert der bald 61-Jährige.

Keine Änderung für Kunden

Ende Jahr übergeben Rosmarie und Toni Mohyla ihr Lebenswerk dem Ehepaar Hausmann. Denise Hausmann absolvierte bereits ihre Ausbildung in der Biberoptik und arbeitet mit Unterbrüchen seit 1998 im Betrieb.

Richard Hausmann, eidgenössisch diplomierter Augenoptiker und Kontaktlinsenspezialist, gehört seit 2006 zum Team als stellvertretender Geschäftsführer. Und wie wird sich das Geschäft, umgetauft auf Biberoptik Hausmann, in Zukunft präsentieren?

«Für die Kunden ändert sich nichts, unser Schwerpunkt liegt weiterhin in der Beratung», verspricht der neue Geschäftsführer. In den ersten Tagen erhalten die Räume eine Auffrischung und ab Mittwoch, 6. Januar, dürfen sich die Kunden wieder über die kompetente Bedienung freuen.

Begrüssungsapéro: Samstag, 9. Januar, 8 bis 16 Uhr an der Hauptstrasse 30 in Biberist.