Gemeinderat

Der Bellacher Kinderhort bleibt – diesmal unbefristet

Der Kinderhort soll auch künftig im Schulhaus 1 weitergeführt werden. Die Zahlen der Kinder steigen stetig an.

Eine Gemeinde wie Bellach braucht ein Angebot an Tagesstrukturen - der Gemeinderat stärkt deshalb den Kinderhort.

Der Bellacher Gemeinderat hat am Dienstag einige Projekte ins Rollen gebracht. Zum einen solle der Kinderhort mit Mittagstisch im Schulhaus I unbefristet weitergeführt werden. «Die Zahlen machen klar, dass in der Gemeinde ein Bedürfnis da ist», erklärte Christian Meister, Gesamtschulleiter des Schulkreises Bellach, Lommiswil und Selzach (BeLoSe). Obwohl die Räumlichkeiten nicht ideal seien, seien die Zahlen stetig angestiegen. Um sowohl für die Bellacher Familien als auch für die Angestellten des Kinderhorts Kontinuität und Sicherheit bieten zu können, müsse das Bestehen des Kinderhorts auf unbegrenzte Zeit gesichert werden, so Meister.

Eine gesamtheitliche Lösung suchen

Ebenso sah der Antrag vor, den Kinderhort vom Legat Hess loszulösen, welches bisher nur Defizitgarantien bis zu einem Betrag von 70'000 Franken gewähren sollte. Bei einem geschätzten Verlust von 15'000 Franken pro Jahr wäre das Projekt nach rund fünf Jahren wieder zum Erliegen gekommen.

Der Gemeinderat stimmte dem Anliegen grundsätzlich zu, sprach sich jedoch für ein paar Anpassungen aus. Er beauftragte die Gemeindeverwaltung, bis in zwei Jahren eine gesamtheitliche Lösung für die Tagesstrukturen zu prüfen. Dabei sollen Synergien mit dem Kinderhaus Momo oder mit anderen Gemeinden in Betracht gezogen werden. «Wir wollen nicht, dass wir in ein paar Jahren wieder am gleichen Punkt stehen und nicht wissen wie weitermachen», so Lea Schluep (FDP).

Tempo 30 in Pakete aufteilen

Neuigkeiten gab es auch von der Arbeitsgruppe Energie und Mobilität. Die «Prüfung für die Einführung von Tempo 30» steht in den Legislaturzielen des Gemeinderates. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde nun gemeinsam mit einem Planungsbüro gemacht. Bauverwalter Jürg Vifian stellte die Resultate, aufgeteilt in vier Massnahmenpakete, dem Rat vor.

Das erste Paket sieht vor, im Grederhof, nördlich und südlich der Lommiswilerstrasse, und in den Wohngebieten westlich von Turmstrasse/Maulbeerweg Tempo-30-Zonen einzuführen, sowie einige Einzelmassnahmen bei den Schulhäusern und an kritischen Punkten wie dem neuen Bahnhof. Ebenfalls will der Planer ein Betriebskonzept für die Hauptachsen Dorf-, Gärisch-, Linden- und Tellstrasse erstellen. Dort sind jedoch erst mittelfristig Anpassungen geplant.

Die weiteren Pakete sehen einzelne bauliche Massnahmen vor, die aber erst kombiniert mit Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden oder auf künftigen Ausweichverkehr reagieren. «Die Planung soll nachhaltig sein, sodass wir nicht alle fünf Jahre neu entscheiden müssen», so Felix Glatz-Böni (Grüne).

Aus dem Gemeinderat kamen dennoch einige kritische Voten, besonders, was Massnahmen auf den Hauptachsen angeht. «Als Gewerbler störe ich mich daran», so Vize-Gemeindepräsident Beat Späti (FDP). Die Planung der Arbeitsgruppe sieht jedoch ohnehin vor, dass im kommenden Jahr zuerst detailliertere Abklärungen in den Quartieren getroffen und die Hauptachsen untersucht werden, bevor Ende 2020 erste Massnahmen vorgestellt werden. Der Gemeinderat kann dann entscheiden, welche er durchführen und ins Budget aufnehmen will und welche nicht. Die Kosten für diese Planung betragen gemäss dem beauftragten Planer 85 000 Franken. Diesem Vorgehen konnte der Gemeinderat schliesslich zustimmen.

Passend zum Thema Verkehrsberuhigung sprach der Gemeinderat am Dienstag 8000 Franken Unterstützungsbeitrag für Collectors, verteilt auf drei Jahre, sodass der Velolieferdienst auch in Bellach Fuss fassen kann.

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