Lüsslingen-Nennigkofen
Der Alterssitz-Umbau verzögert sich weiterhin

Im Alterssitz müssen Sprinkleranlagen eingebaut werden, das wiederum hat Folgen für den Zeitplan und auch für die Kostenkalkulation.

Gundi Klemm
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Der Baubeginn zum Umbau des Alterssitzes verzögert sich wegen fehlender Sprinkleranlagen.

Der Baubeginn zum Umbau des Alterssitzes verzögert sich wegen fehlender Sprinkleranlagen.

Hanspeter Bärtschi

Beim Umbau des Alterssitzes, für den die Baubewilligung vorliegt, ergibt sich erneut eine Verzögerung. Allerdings mit einer weitgehenden Einschränkung. Überall im Haus sind gemäss Vorschrift der Gebäudeversicherung Sprinkleranlagen einzubauen.

Wie Gemeindeschreiberin Madeleine Stuber aus dem Vorstand der Genossenschaft Alterssitz berichtete, wird dies Auswirkungen auf die bisherige Kostenkalkulation und durch den Leitungseinbau auf gewisse architektonische Einzelheiten haben.

«Durch diese Vorgabe haben wir fast ein halbes Jahr verloren», bedauerte sie. Über alle Änderungen, auch über Kosten und Termine, die der Architekt bis zum Monatsende neu zusammenstellt, würden die Genossenschafter per Mail informiert. «Wir sind aber zuversichtlich, dass wir nach Neujahr mit dem Bau beginnen können», betonte Gemeindepräsident Herbert Schluep.

Beim Gestaltungsplan Mühlegarten sind Fortschritte zu verzeichnen. Bevor die Gemeinde in den nächsten Tagen das Projekt zur Bewilligung beim Amt für Raumplanung einreicht, bedarf es nur noch einer kleinen Korrektur. Sie betrifft die Begrünung der Dachflächen rund um die vorgesehenen Installationen für Photovoltaik und Sonnenkollektoren.

Der Gemeinderat hat:

- sich von Gemeinderätin Brigitte Rohrbach über den Winterdienst berichten lassen, der in dieser Saison unverändert weiterläuft, bevor er im Winter 2017 neu organisiert werden soll. Ein Infoblatt zur Priorisierung der Strassen wird nächste Woche an alle Haushalte verteilt;

- entschieden, dass der Finanzplan, in dem alle Investitionen der kommenden vier Jahre bis 2021 aufgeschlüsselt sind, an der Budget-Gemeindeversammlung vorgestellt wird;

- eine Arbeitsschutzanweisung in Ergänzung des Arbeitsvertrags mit dem neuen Gemeindearbeiter durch den Sicherheitsbeauftragten Christian Arni ausarbeiten lassen. (gku)

Bildschönes Ensemble

Der halbverfallene Speicher, der vom Standort nah an der Dorfstrasse Lüsslingen neben die Pfarrscheune versetzt wurde, ist nun in allen Renovationsvorhaben im Kostenrahmen von 100 000 Franken fertiggestellt. Die definitive Abrechnung liegt laut Stuber aber noch nicht vor. Er passt sich in das vorhandene historische Lüsslinger Bauensemble aus Kirche, Pfarrhaus und Schür mit umliegenden Gebäuden gefällig ein.

«Wir alle haben grosse Freude am Speicher und an dem wunderbaren Bild unseres Kirchenviertels», so der Gemeindepräsident. Damit der Speicher künftig genutzt werden kann, wird eine entsprechende Vereinbarung ausgearbeitet, welche die Kirchgemeinde mit einbezieht. Gemeinderätin Franziska Kopp will für den nächsten Sommer ein Einweihungsfest planen, das sich vor allem an Gönner und Mitarbeitende richtet.

Sicherer Schulweg

Gemeinderat Rolf Iseli hat sich über den Schulweg der Kinder aus den Nennigkofer Quartieren Rebe und Riemberg mit der Verkehrspolizei beraten. Das Problem liegt darin, dass die Kinder sicher die Hauptstrasse überqueren müssen. Vorgeschlagen ist ein neuer Fussgängerstreifen an der Strassenkurve bei der Parzelle Annelies Kohler.

Die Schulkinder gelangen dorthin über den Weg am Bach entlang und erreichen die Schule über ein Trottoir längs der Kantonstrasse. Iseli wird die Möglichkeiten mit dem Kantonalamt für Tiefbau und Verkehr erörtern und dann eine Empfehlung vorlegen.

Zu wenig Frequenz?

Den Gemeinderat erreichte ein Antrag aus der Bevölkerung, einen Geldautomaten im Dorf zu installieren. Die Nachfrage bei einem Bankfachmann der Raiffeisengruppe ergab, das er die Kundenanzahl und Benutzerfrequenz im 1000 Einwohner zählenden Dorf als zu gering einschätze.

Der Gemeinderat beurteilte die Situation anders, weil Lüsslingen-Nennigkofen tagtäglich von vielen Personen auf dem Weg zu Arbeit und Einkauf durchfahren wird. Deshalb wird sich der Gemeindepräsident mit weiteren Banken in Verbindung setzen, um den Wunsch-Bankomaten vielleicht doch noch realisieren zu können.

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