Beim Gänsbrühlweg muss die Wasserleitung ergänzt werden, da ein Objekt noch nicht mit Wasser versorgt werden kann. Diese Strasse wurde noch nie richtig geteert; sie besteht aus einer relativ dünnen Asphaltschicht und ist arg beschädigt. Um einen richtigen Aufbau zu machen, muss der ganze Belag entfernt werden. Da es deswegen als Strassenneubau gilt, wird es für die Anwohner der Strasse zu 100 Prozent beitragspflichtig.

Dazu wird die Strasse begradigt, sodass einige der Betroffenen etwas Land verlieren oder gewinnen. Wenn es keine Einsprachen gibt, soll mit dem Bau im Frühling begonnen werden. Das Projekt wird bald für dreissig Tage aufliegen, jedoch wurde es von der Baukommission noch einmal zurückgezogen, da ein Fehler in der Berechnung entdeckt wurde.

Weiter behandelte der Gemeinderat den Zweckverband Alters- und Pflegeheim Baumgarten. Im Frühling 2015 beschlossen die Gemeinderäte von Selzach und Bettlach die Statuten des «Baumgarten» zu überprüfen. Die Arbeitsgruppe hatte sich dabei auch die Rechtsform noch einmal angesehen und kommt zum Schluss, dass eine Genossenschaft oder eine gemeinnützige Aktiengesellschaft als Rechtsform besser passen würde als der Zweckverband. Beim Zweckverband sei es beispielsweise ein Nachteil, dass die Gemeinden bei Defiziten haften. An der Gemeindeversammlung sollen nun die Bevölkerung informiert und die Reaktionen aufgenommen werden.

Obschon die römisch-katholische Kirchgemeinde mit dem Mietpreis des Pfarreihauses etwas entgegenkommt und zwei weitere Räumlichkeiten zur Verfügung stellen würde, reicht dies der Kinderbetreuungsarbeitsgruppe nicht aus, die gerne die Spielgruppe, die Kita und den Hort im selben Gebäude realisieren möchte. Das Platzangebot sei immer noch zu klein dafür, der Mietpreis nach wie vor zu hoch. Klar ist, dass man in Verhandlungen mit der Kirche bleibt und dass man gerne nach den Sommerferien im Pfarrhaus starten möchte.

Die Arbeitsgruppe hat aber parallel Liegenschaften der Gemeinde überprüft und kam zum Schluss, dass sich das Gebäude an der Dorfstrasse 21 eventuell für die Kinderbetreuung eignen würde. Von Vorteil wäre einerseits die daraus resultierende Eigenständigkeit und andererseits das genügende Raumangebot. Gemeindepräsidentin Silvia Spycher wird in der nächsten Sitzung eine Arbeitsgruppe vorstellen, die sich diesem Thema annehmen und Überprüfungen aufnehmen wird. Wenn das Geschäft vom Rat angenommen wird und die Überprüfungen positiv ausfallen, könnte die Kinderbetreuung nach einigen Jahren vom Pfarrhaus dorthin verlagert werden.

Geld für 1. August-Feier

Die Organisatoren der 1. August-Feier haben dem Gemeinderat zwei Anträge gestellt. Einerseits wünschen sie einen finanziellen Beitrag, andererseits eine aktive Teilnahme des Rats an der Feier.

Die 1. August-Feier sei ein toller Anlass, da ist sich der Gemeinderat einig. Er schätze die Arbeit des privaten Organisationsteams. Gerne würde er mitmachen und den Anlass auch finanziell unterstützen. Um sein Wohlwollen der Feier gegenüber zu zeigen, erlässt er die Anlassgebühr von 2016 im Wert von 250 Franken. Der Gemeinderat möchte den Anlass auch in den Folgejahren unterstützen, jedoch wird Privatpersonen normalerweise kein Geld gesprochen.

Ausserdem ist dem Rat Transparenz wichtig, wenn es um einen höheren Beitrag geht. Er möchte eine Abrechnung sehen. Bereits mehrmals wurde das Gespräch gesucht, eine Abrechnung sei aber nie auf den Tisch gekommen. Genauso wenig wurde auf den Vorschlag des Gemeinderates eingegangen, doch einen Verein zu gründen. Die Gründung eines Vereins würde ausserdem die Haftungsfragen lösen. Man will nun noch einmal das Gespräch suchen.