Gemeinderat

Demnächst mit einem «offenen Bücherschrank»

Offener Bücherschrank in Schnottwil. (Symbolbild)

Offener Bücherschrank in Schnottwil. (Symbolbild)

Der Gemeinderat Schnottwil besprach in seiner letzten Sitzung unter anderem die Idee eines offenen Bücherschrankes im Dorf sowie das Trinkwasserproblem.

«Wie wäre es, wenn Schnottwil wie schon andere Gemeinden einen offenen Bücherschrank erhielte?», fragte Gemeinderat Christopher O’Neill in die Ratsrunde. Man könnte ihn in den Eingang zur ehemaligen Post als einfache, den Gegebenheiten angepasste Lösung platzieren. Klar von Anfang an war, dass die Gemeinde den Bücherschrank nicht dauerhaft betreuen sollte. Vielmehr sollte jetzt eine Gruppierung im Dorf gesucht werden, die sich um den Bücherschrank kümmert. Angefragt werden das Vereinskartell, das Familienforum und aktive Senioren, ob dazu Bereitschaft besteht. Kurz im Gespräch war auch eine Projektarbeit der Schule. Der Gemeinderat stimmte im Vorgehen überein, zuerst den örtlichen Schreiner zu Regaleinbau und Kosten zu befragen und danach weiter zu planen. «Wenn das Angebot dauerhaft nicht funktionieren sollte, bleibt es bei einer nur temporären Nutzung», so die Ratsmitglieder.

Lösungen für das Trinkwasser suchen

«Es handelt sich um keinen Notfall», dämpfte man im Rat Sorgen um die Sicherheit des Trinkwassers. Doch wie andernorts auch waren in Schnottwil Höchstwertüberschreitungen mit Chlorothalonil-Sulfonsäure im Trinkwasser festgestellt worden. Es handelt sich um Metabolite, die erst kürzlich von der EU als gesundheitsschädigend gekennzeichnet wurden und auch hierzulande entsprechende Massnahmen auslösen. In der Landwirtschaft bisher eingesetzte Produkte, die als Pflanzenschutz den Pilzbefall hemmen, sind ab sofort verboten. Die Schnottwiler Bevölkerung wurde bereits auf der Gemeinde-Homepage informiert. Der Gemeinderat beschloss die Aufnahme eines Betrages von 40 000 Franken ins Budget 2020 und beauftragte ein Solothurner Ingenieurbüro, die entsprechenden Abklärungen zu treffen. Wichtig seien jetzt vor allem Wasseranalysen und die Wirksamkeit von Wasserbeimischungen, um Höchstwerte zu senken.

Eine Geflügelfarm ist in Planung

Ab dem 31. Oktober ist die öffentliche Mitwirkung am Teilzonen- und Gestaltungsplan Fluehof möglich. Die Eigentümer möchten hier neben der Landwirtschaft eine Geflügelfarm mit dem Planungsinstrument «Spezielle Landwirtschaftszone» einrichten. Wie O’Neill berichtete, sind dazu alle Planungsschritte genehmigt, und auch der Kanton ist einverstanden. Die öffentliche Auflage ist im aktuellen Azeiger publiziert.

Pensionierung von Susanne Mülchi

In der Gemeindeverwaltung gibt es per 1. November eine markante Änderung. Gemeindeschreiberin Susanne Mülchi übergibt das Zepter an ihre Nachfolgerin Lena Kocher und wechselt in den Ruhestand. Um der neuen Verwaltungsangestellten Stefanie Jordi den Start zu vereinfachen, sollen die Schalter-Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung leicht angepasst werden, wie Vizegemeindepräsidentin Ursula Brüllhard erklärte. Mittwoch und Freitag bleibt die Verwaltung wie schon bis anhin für den Publikumsverkehr geschlossen. Statt am Montagnachmittag ist der Schalter neu am Donnerstagnachmittag geöffnet, und am Dienstag wird die Öffnungszeit um eine halbe Stunde (neu 16 bis 18.30 Uhr) verkürzt.

Einstimmige Unterstützung fand das neue Baureglement, das die bisherige Bauordnung aus dem Jahr 2001 ersetzt und ein solides Arbeitsinstrument für Planer darstellt.

Gundi Klemm

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