Gemeinderat
Delta-Areal in Langendorf soll zu einer Wohnzone werden

Der Gemeinderat diskutiert die Ortsplanung ein erstes Mal und setzt Entwicklungsschwerpunkte. Das Delta-Areal soll umgenutzt werden und im Dorf soll verdichtet gebaut werden. Die Ortsplanung wird nun vom Kanton geprüft.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Entgegen der Meinung der vorberatenden Gremien will eine knappe Mehrheit der Gemeinderäte weiterhin eine Gewerbezone beibehalten.

Entgegen der Meinung der vorberatenden Gremien will eine knappe Mehrheit der Gemeinderäte weiterhin eine Gewerbezone beibehalten.

Hanspeter Bärtschi

Im Weiteren hat der Rat...

... die definitive Beitragsabrechnung für die Erschliessung Wildbachstrasse Ost genehmigt;

... auf Antrag der Baukommission beschlossen, auf der Heimlisbergstrasse zwischen den Hausnummern 31 bis 58 einen Kaltmikrobelag auszubringen. Dieses Verfahren wird in der Gemeinde zum ersten Mal angewendet. Die Kosten belaufen sich auf 46 619 Franken;

... beschlossen, die Kosten für den Planungsaufwand für die Änderung des Gestaltunsgplanes «Chutz» an die Grundeigentümer weiterzuverrechnen;

... der CJLLO für ihr Herbstlager einen Beitrag von 625 Franken zugesprochen. (rm)

Ein Studienauftrag habe nachgewiesen, dass eine Wohnnutzung an diesem Ort Sinn mache. Die innere Verdichtung sei ebenfalls wichtig. So soll beispielsweise im Hüslerhof die Möglichkeit geschaffen werden, mit einem Gestaltungsplan verdichtet zu bauen. Auch im Quartier Bahnhofstrasse und entlang der Kernzone an der Weissensteinstrasse soll es einen Gestaltungsplanbonus geben. Weiter werden diverse Aufzonierungen vorgesehen. Die heute bestehende Zone mit reduzierter Höhe wird ganz abgeschafft. Bei der Festlegung der neuen Geschossflächenziffer sei allgemein grosszügig gerechnet worden, so Baeriswyl.

Zwei Diskussionspunkte

Die Gemeinderäte stellten einzelne Verständnisfragen. Intensive Diskussionen gab es nur bei zwei Punkten. Der eine ist das Gewerbegebiet an der Gewerbestrasse. Laut Vorschlag der Spezialkommission soll aus dieser Zone, in der heute Gewerbe- und Wohnnutzung gemischt möglich ist, zum grössten Teil eine reine Wohnzone werden. Dies, weil die Nutzung durch das Gewerbe zunehmend zu Konflikten mit den Anwohnern führe. Die bestehenden Betriebe hätten, so Baeriswyl, Besitzstandgarantie. Patrick Suter opponierte im Namen der FDP. Er stellte den Antrag, die Gewerbezone zu belassen. Dies wurde mit 4:5 Stimmen abgelehnt. Mit 4:5 Stimmen angenommen wurde hingegen der abgeschwächte Folgeantrag, die bisherige Gewerbezone zu Gewerbe- und Wohnzone umzuzonen.

Umstritten war auch die geplante Aufhebung der sogenannten Vorbaulinien. Heute gibt es in Langendorf zahlreiche Ausnahmen, wo der ordentliche Strassenabstand unterschritten wird. Langfristig sollen die ordentlichen Baulinienabstände wieder hergestellt werden. Bestehende Vorbauten haben Bestandesgarantie. Neubauten müssen sich aber künftig an den Abstand von fünf Metern halten. Zwei Ausnahmen bleiben, dort wird die Baulinie auf vier Meter festgelegt. Dies hat laut Bauverwalter Urs Zaugg mit der Topografie und dem Anschluss an die Kanalisation zu tun.

Einsprache zuerst behandeln

Der Gemeinderat gab die Ortsplanung mit 7:2 Stimmen für die Mitwirkung und die Vorprüfung beim Kanton frei. Ausgeklammert wurde dabei noch die Parzelle 2044 an der Bielstrasse, das sogenannte Trittibachhofareal. Über dieses Grundstück wurde erst kürzlich eine Planungszone gelegt, gegen die Einsprache erhoben wurde. Diese Einsprache wird am 26. Oktober im Gemeinderat behandelt. Erst danach kann die letzte Lücke in der Planung geschlossen werden. Ab dem 28. Oktober sollten die Pläne dann öffentlich aufliegen.

Wettbewerb durchführen

Der Gemeinderat hat das weitere Vorgehen in Sachen Schulraumplanung beschlossen. Vorgesehen ist, einen Projektwettbewerb durchzuführen. Dieser dürfte rund 300 000 Franken kosten. Nach Feststellung des Siegerprojektes soll dieses bis zur Reife des Ausführungsprozesses vorangetrieben werden. Vonseiten der FDP kamen Vorbehalte zu diesem Vorgehen. Patrick Suter versuchte, seine Kollegen von der Durchführung eines selektiven Verfahrens zu überzeugen. «Damit könnten wir Geld sparen», zeigte er sich überzeugt. «Stimmt nicht», konterte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. Beide Verfahren würden am Schluss ungefähr gleich viel kosten.

Eine Mehrheit schloss sich bei 6:2 Stimmen dem Vorschlag der Spezialkommission an und empfiehlt einen Projektwettbewerb vor. Der Souverän soll zudem an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung das weitere Vorgehen sanktionieren. Konkret bedeutet dies: Abbruch der alten Turnhalle, Erstellen einer 3-fach Turnhalle, Umnutzung der neuen Turnhalle zu Schulraum und Umgestaltung des Aussenraums des Schulareals.

Aktuelle Nachrichten