In der gutbesetzten alten Turnhalle von Luterbach führte am Samstagabend der Jodlerklub Bärgblueme turnusgemäss das diesjährige Wasserämter Jodlerkonzert durch. Mit den fünf teilnehmenden Vereinen aus der Region und den Gästen aus Mümliswil haben die Verantwortlichen ein anspruchsvolles und schönes Programm zusammengestellt, welches die Besucher zu begeistern vermochten.

Erstmals führte die junge Jolanda Flury die Besucher durch das zweieinhalb stündige Programm. Mit dem Lied «Häb Freud am Läbe» vom Stadtberner Komponisten Ernst Sommer, der zusammen mit seiner Gattin Heidi während vieler Jahre im Duett auftrat. «Alpabfahrt» von Robert Fellmann, dem weitherum bekannten Altmeister und Komponisten. Erika Herren und Beatrice Iseli, an der Handorgel begleitet von Iris Antenen entzückten die Besucher mit dem Jodellied «Was Müeti seit» von Hannes Fuhrer, einem in der Jodelszene ebenfalls bestens bekannten Autor.

Der Jodlerklub Zytröseli Derendingen unter der Leitung von Peter Bader begeisterte mit dem «Höckeler Jutz», eines von gegen hundert Stücken, die der Komponist Bader selber geschrieben hat. Lied von gegen hundert, das der Dirigent eingenhändig geschrieben hat und dem Lied «Fründschaft», von Hannes Fuhrer.

Gespannt wartete man im zweiten Teil auf den weiteren Auftritt der Gäste vom Jodlerklub Passwang unter der Leitung von Mischa Fluri. Der 25 Leute umfassende Chor vor der zweiten Jurakette begeisterte einmal mehr mit ihren vorgetragenen Liedern und den herausragenden Solostimmen in ihren Reihen.

OK Chef Ueli Mühlemann zeigte sich über den Publikumsaufmarsch zufrieden, obwohl noch einige Plätze unbesetzt blieben. Er wies darauf hin, dass es immer schwieriger werde Leute zur Mithilfe zu finden. Immer hin konnte er sich bei zahlreichen Sponsoren für die Unterstützung bedanken.

Den Abschluss des gemütlichen Abends machte das erst vor kurzem gegründete Buebechörli Deitingen mit dem Lied «Ledig Buebe». Der Applaus für ihren Auftritt fiel für das Septett mit ihrem Örgeler derart frenetisch aus, dass sie mitten im Saal stehen blieben, um Kriegsrat abzuhalten, was nun zu geschehen habe. Sie kehrten auf die Bühne zurück, sangen noch einmal die letzte Strophe und entschuldigten sich dafür, da sie erst vor kurzem gegründet, noch kein zweites Stück in ihrem Repertoire hätten. Das dürfte Mut zum weiter machen gegeben haben.