Deitingen
Projekt Stöcklimatt geht in die coronakonforme Mitwirkung

Die Bürgergemeinde Deitingen will Mehr- und Einfamilienhäuser bauen. Die Einwohnergemeinde unterstützt das Projekt.

Gundi Klemm
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Hier soll die Überbauung hinkommen.

Hier soll die Überbauung hinkommen.

Hanspeter Bärtschi

Durch das Traktandum Gestaltungsplan Stöcklimatt mit Sonderbauvorschriften für die Grossparzelle GB Nr. 242 an der Stöcklimatt-/Luterbachstrasse führten in Deitingen Ersatzgemeinderat Pascal Schnider und Bauverwalter Markus Schwarzenbach.

Zu Grunde liegt der geplanten Überbauung ein Studienauftrag, der ein «ortsbaulich überzeugendes Gesamtkonzept» entwickelte. Das Projekt wurde im letzten Jahr bereits mit dem Amt für Raumplanung besprochen. Dessen Vorprüfungsbericht floss dann in die Überarbeitung ein. Aus Sicht des Kantons kann das Projekt jetzt öffentlich aufgelegt werden.

Es umfasst drei als Mietobjekte vorgesehene Einfamilienhäuser mit sechs 2.5-Zimmer-Wohnungen, acht 3.5-Zimmer-Wohnungen und fünf 4.5-Zimmer-Wohnungen. Dazu kommen neun Einfamilienhäuser, deren Grundstücke die Bürgergemeinde im Baurecht abgeben will.

Da im Dorf das Angebot an Mietwohnungen gegenwärtig hoch sei, regte der Gemeinderat zuhanden der Bürgergemeinde an, auch Eigentumswohnungen anzubieten. Gemeindepräsident Bruno Eberhard wusste bereits, dass die Bauherrin inzwischen sehr wohl über einen «Mix» an Miet- und Eigentumsobjekten diskutiert.

Der Gemeinderat verabschiedete das Planungswerk einstimmig zur Mitwirkung. Der Bauverwalter informierte, dass statt des normal üblichen öffentlichen Informationsanlasses ein anderer Weg gefunden wurde. Eine grosse Schautafel an der Luterbachstrasse wird einen Eindruck über die vorgesehene Kubatur der Stöcklimatt-Gebäude vermitteln.

Die Areal-Anwohner werden mit allen Unterlagen per Post bedient. Mit Anmeldung in der Gemeindeverwaltung wird der Besuch von Sprechstunden angeboten, die jedermann offen stehen. Dazu Schwarzenbach: «Wir wollen möglichst allen Anliegen gerecht werden.»

Keine Antenne auf der Zweienhalle

Gemeinderat ist sich (fast) einig

Zum Ausbau ihres Mobilfunknetzes, das im südlichen Ortsteil von Deitingen offenbar Wünsche offen lässt, startete die Swisscom, vertreten durch die Firma TM Concept AG, eine Anfrage zum möglichen Bau einer 5-G-tauglichen Antenne auf dem Dach der Zweienhalle.

Grundsätzlich lässt der Deitinger Zonenplan die Errichtung von Sendemasten im öffentlichen Raum (OeBa) und im Industriegebiet zu. Gemeinderat Jan Binzegger fand, dass die jährlichen Mietzahlungen durch die Swisscom doch immerhin 6000 Franken einbringen würden. Zudem decke der Antennenstandort im Dorfzentrum alle Nutzer gut ab. Auch die Schule profitiere unmittelbar für ihre digitale Ausstattung. «Wir sollten nicht einfach absagen», so Binzegger.

Der Gemeinderat folgte dieser Argumentation aber nicht und entschied mit 6:1 Stimmen nein zu sagen. «Wir wollen eine solche Anlage nicht mitten im Schulgelände», so der Tenor. Gemäss Bauverwalter sucht die TM Concept AG bereits einen neuen Standort. (gku)

Keine Landbereinigung an der Oeschbachstrasse

Gestützt auf eine dringende Empfehlung der Planungskommission verzichtete der Gemeinderat auf den Verkauf eines schmalen Böschungsstreifens, den die örtliche Firma Megasol Energie AG strassenseitig zur Arrondierung ihres Grundstücks GB Nr. 137 gern gekauft hätte.

«Wir müssen hier vorausschauend handeln», war sich der Gemeinderat einig. Denn im Industriegebiet dürfte zukünftig – auch wenn aktuell keine konkreten Vorhaben bekannt sind – die Bautätigkeit und damit der Lieferverkehr zunehmen. Würde jetzt die sowieso schmale Oeschbachstrasse durch die Landabtretung weiter redimensioniert, müsste künftig möglicherweise zur Entlastung der dortigen Schleppkurve das Gelände zurückerworben werden.

Offiziell hat die Firma Megasol den Antrag bereits zurückgezogen, möchte aber eine begründende Antwort erhalten.