24 von 26 Gemeinden haben die Fusion der Zivilschutzorganisationen im Bucheggberg und im Wasseramt zur Region Aare Süd im Gemeinderat behandelt. 23 haben zugestimmt und werden die Vorlage an den Gemeindeversammlungen vorlegen. Starten wird Deitingen am kommenden Donnerstag, 23. November. Reto Vescovi (Geschäftsführer Regionalplanungsgruppe Repla Espace Solothurn) hat die Vorlage, mit Statuten und Budget, in Zusammenarbeit und Diskussion mit dem Replavorstand, ausgearbeitet. Er ist zufrieden. «Es sieht ganz so aus, als ob der Zweckverband im neuen Jahr mit seiner Arbeit beginnen könnte.» Nicht alle Gemeinden sind gleich begeistert vom Zusammenschluss. Auch die Statuten sind nicht in allen Gemeinderäten gleich gut angekommen. Aber in den Gemeinderäten hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein weiterer Zusammenschuss nötig ist. «Alles in allem hatten wir deshalb nur wenig negative Rückmeldungen», so Vescovi.

Änderungen später möglich

Tatsächlich sei es in der jetzigen Phase schlecht möglich, noch etwas an den Statuten zu ändern, weil diese in den Gemeindeversammlungen vorgelegt und genehmigt werden müssen. «Wenn die Delegierten und der Verbandsvorstand des neuen Zweckverbandes mit ihrer Arbeit beginnen und die Konsolidierungsphase angelaufen ist, dann werden allfällige nötige Änderungen sicher möglich sein.»

Vescovi ist sich sicher, dass der Zusammenschluss der vier Organisationen das Richtige ist. Die vier Regionen seien heute sehr unterschiedlich organisiert. Der Zivilschutz laufe überall bestens. Das hat laut Vescovi auch damit zu tun, dass die Arbeit innerhalb des Zivilschutzes politisch neutral erfolgt. Die Mitglieder der Zivilschutzes werden geschult und kennen ihre Aufgaben. Die Strukturen sind fix.

Lokales Wissen gefragt

Etwas anders sei es bei den regionalen Führungsstäben. «Dies wird sehr unterschiedlich gelebt.» Tatsächlich war dieser Punkt auch derjenige, der in Biberist zu viel und lauter Kritik geführt hat und mit ein Grund ist, wieso der Biberister Gemeinderat die Vorlage nicht an der Gemeindeversammlung traktandiert. «Der regionale Führungsstab ist bei einem Schadenereignis zuständig für die Koordination der Massnahmen, die zum Schutz der Bevölkerung nötig sind.» Er ist zudem verantwortlich für die Warnung, Alarmierung und Information der Bevölkerung. Der regionale Führungsstab wird in aller Regel nicht von einer Fachperson, sondern von einem Gemeindepräsidenten geleitet. Damit ist sichergestellt, dass das Wissen über die lokalen Gegebenheiten, im Falle eines Einsatzes, direkt fliessen. Mit einer grossen Organisation, wie es Aare Süd werden soll, ist die lokale Verankerung der Mitglieder des regionalen Führungsstabes nicht mehr gleich, wie das heute der Fall ist. «In einem Katastrophenfall würden die Leute vor Ort aber in den Führungsstab eingebunden. Anders kann dies gar nicht funktionieren», nimmt Vescovi Bedenken auf.