Deitingen
Die Gemeinde soll sich künftig frischer und moderner präsentieren

Deitingen verkaufe sich zu wenig gut und sollte ihre Kommunikation verbessern, meinte eine Arbeitsgruppe der Gemeinde. Im Gemeinderat wurde nun ein Kommunikationskonzept präsentiert. Dieses soll schrittweise umgesetzt werden.

Rahel Meier
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Auch das Logo der Gemeinde (hier wie es sich auf der Homepage präsentiert), soll etwas aufgefrischt werden.

Auch das Logo der Gemeinde (hier wie es sich auf der Homepage präsentiert), soll etwas aufgefrischt werden.

zvg

Deitingen ist «grundsätzlich gut aufgestellt» und hat viel zu bieten. Das hat eine Arbeitsgruppe, die 2018 ein detailliertes Konzept für Standortmarketing-Massnahmen erstellt hat, festgestellt. Die Gemeinde verkaufe sich aber zu wenig gut, sollte ihre Kommunikation verbessern und das Image der «l(i)ebenswerten» Gemeinde pflegen. Der von der Arbeitsgruppe kreierte Slogan «Deitingen – l(i)ebenswert» wurde bisher nämlich nicht eingesetzt. Auch das restliche Konzept wurde nicht umgesetzt: Aufgrund des fehlenden Budgets und anderer Prioritäten. Aus diesem Grund wurde nun ein professionelles Büro mit der Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes beauftragt. Das Konzept wurde im letzten Gemeinderat präsentiert und diskutiert. Ziel sei es, die Kommunikation der Gemeinde Deitingen aufzufrischen und zu modernisieren, damit sämtliche Anspruchsgruppen – Einwohner und das ansässige Gewerbe, vor allem aber auch Neuzuzüger und potenzielle Neuzuzüger – mit dem geeigneten Medium bedient und informiert werden können. Deitingen solle als familienfreundliches Dorf mit ländlichem Charakter und hoher Lebensqualität wahrgenommen werden.

Moderner und übersichtlicher

Die Kommunikationsprofis haben festgestellt, dass das Grund-Erscheinungsbild und die Briefschaft der Gemeinde etwas veraltet wirken. Die «Neuzuzügermappe» sei mit ihren zahlreichen Elementen unübersichtlich und wenig ansprechend. Für potenzielle Neuzuzüger fehle eine übersichtliche Imagebroschüre mit den wichtigsten Standortvorteilen und Informationen über die Gemeinde. Das momentan halbjährlich publizierte Bulletin sei ein reines Informationsmittel; eine elektronische Alternative fehle gänzlich. Die Sozialen Medien würden momentan nicht gezielt bedient und eingesetzt; lediglich Facebook werde bespielt. Sie schlagen deshalb diverse Änderungen vor.

So soll das bestehende Erscheinungsbild der Einwohnergemeinde beibehalten, bei Briefschaft und allen Print-Produkten allerdings mit der Wortmarke «Deitingen – l(i)ebenswert» ergänzt werden. Die «Neuzuzügermappe» sollte komplett neu konzipiert und mit der Imagebroschüre/Standortförderung ergänzt werden. Auch die Überarbeitung des Gemeinde-Bulletin wird empfohlen. Vorgeschlagen wird weiter einen Newsletter für Einwohnerinnen und Einwohner zu kreieren, der die Inhalte des gedruckten Bulletins in gekürzter Form wiedergibt und wichtige Dokumente und Hinweise verlinkt. Um auch jüngere Menschen anzusprechen sollen die Sozialen Medien eingesetzt werden um, Deitingen als attraktive Gemeinde mit zahlreichen Standortvorteilen zu positionieren.

Jede dieser Massnahmen kann einzeln ausgeführt werden.

«Wir werden mit dem Budget 2022 beschliessen, was als erstes umgesetzt werden soll»,

erklärt Gemeindepräsident Bruno Eberhard auf Anfrage. Zudem müsse auch die Homepage überarbeitet und modernisiert werden.

Ökologische Ersatzmassnahmen nötig

Mit der Erweiterung des Kiesabbaugebiets ist die Bürgergemeinde Deitingen verpflichtet, ökologische Ersatzmassnahmen zu treffen. Das soll auf einem Grundstück das aktuell noch der Einwohnergemeinde gehört erfolgen. Der Gemeinderat hat deshalb einem Vertrag zugestimmt, der sicherstellt, dass die Ersatzmassnahmen dort auch tatsächlich realisiert werden können. Gleichzeitig folgte der Gemeinderat einem Antrag der Planungskommission den Teilzonen- und Gestaltungsplan Kiesgrube Mühlerain mit Sonderbauvorschriften zur 2. Vorprüfung beim Amt für Raumplanung des Kantons Solothurn einzureichen.

Die Hochspannungsleitung zwischen Kerzers und Rupperswil, auch «Alte Mittellandleitung» genannt, soll erneuert werden. Das Dossier muss in allen betroffenen Gemeinden aufgelegt werden. «Nicht alle Gemeinden im Wasseramt sind mit der geplanten Linienführung einverstanden», weiss Bruno Eberhard. In Deitingen wurden aber alle Forderungen erfüllt und die Gemeinde wird deshalb auch keine Einsprache erheben.