Gemeindeversammlung
Defizit von 227'000 Franken: Aeschi hofft auf eine positive Entwicklung

Am Mittwochabend verabschiedeten die Stimmbürger von Aeschi den Voranschlag 2015 einstimmig. Dieser sieht ein Defizit von 227'000 Franken vor.

Beatrice Meier
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Der Voranschlag 2015 mit dem bisherigen Steuerfuss von 115 % wird von den 36 Stimmbürgern einstimmig verabschiedet.

Der Voranschlag 2015 mit dem bisherigen Steuerfuss von 115 % wird von den 36 Stimmbürgern einstimmig verabschiedet.

Hanspeter Bärtschi

Gemäss dem Voranschlag 2015 kann Aeschi mit einem Aufwand von 11,308 Mio. und einem Ertrag von 11,081 Mio. Franken rechnen. Die Gemeinde budgetiert damit einen Aufwandüberschuss von 226 925 Franken. «Das Budget ist nicht ausgeglichen, aber dennoch vorsichtig gestaltet, damit man sich eher in eine positive als in eine negative Richtung entwickelt», erklärt Gemeindepräsident Stefan Berger, Ressort Finanzen. Man habe viele Posten vom Voranschlag 2014 übernommen.

Er fügt auch gleich eine Korrektur des aufgelegten Budgets hinzu. Der Schulausschuss der rsaw hatte beschlossen, dass die gesamten Kosten der Sonderschulen solidarisch auf die Gemeinden nach Einwohnerzahl verteilt werden. «Das Volksschulamt bestätigt die Rechnungsprüfungskommission in deren Auffassung, dass das Vorgehen nicht in der Kompetenz des Schulausschusses lag und somit nicht verbindlich sei», so Berger. Die Korrektur wirkt sich positiv auf das Budget aus. Der Voranschlag 2015 mit dem bisherigen Steuerfuss von 115 Punkten wurde von den 36 Stimmbürgern einstimmig verabschiedet.

Abtretung der Kantonsstrasse wurde genehmigt

Die Investitionsrechnung beläuft sich auf 567 000 Franken. Darin enthalten ist der Kredit von 480 000 Franken für die Sanierung der Hauptstrasse im Ortsteil Burgäschi. Die Hauptstrasse in Burgäschi zwischen der Buswendeschleife und der Einmündung in die Burgäschistrasse genügt nach dem neuen Strassengesetz den Kriterien von Kantonsstrassen nicht mehr und wird deshalb an die Gemeinde abgetreten. «Normalerweise werden Strassenabschnitte vor dem Abtreten saniert, damit nicht eine Baustelle übernommen wird», klärt Berger auf.

Man wollte den Abschnitt bereits letzten Frühling sanieren, hatte dann aber festgestellt, dass der Umfang grösser ist als gedacht und so nicht im Budget des Kantons vorgesehen war. Nun hat man sich mit dem Kanton auf eine Pauschalvergütung geeinigt. Die Gemeinde kann mit einem Kantonsbetrag von rund 280 000 Franken rechnen und verbleibt mit Nettokosten von 200 000 Franken. «Wir fahren gut mit diesem Pauschalbeitrag», betont Berger. «Wir rechnen damit, dass wir die Kosten eher tiefer halten können als berechnet.» Man habe mit dem Ingenieur besprochen, wo gewisse Sachen nicht gemacht, oder nur minimal ausgebessert werden müssen; aber was nötig sei, werde richtig gemacht. Die Arbeitsvergabe findet bereits im Dezember statt, sodass die Arbeiten bis im Frühling vor der Eröffnung der Badi abgeschlossen werden können. Die Übernahme der Hauptstrasse wurde mit zwei Enthaltungen angenommen. Der Investitionskredit von 480 000 Franken einstimmig verabschiedet.

Das Leitbild, welches im September präsentiert wurde (wir berichteten), dient als Grundlage der Orts- und Zonenplanung und soll die Entwicklung der Gemeinde Aeschi in den nächsten Jahren aufzeigen. Die Stimmbürger nahmen das Leitbild einstimmig an.