Sonderausstellung
Das Witi-Zentrum verwandelt sich wieder in eine Wiesenwelt

Zum zweiten Mal wird im Witi-Infozentrum in Altreu die Sonderausstellung «Wiesenwelten « gezeigt.

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Infozentrum Witi: v.l. Markus Dietschi, Renata Gugelmann, Martin Tschopp und Mark Mettler.

Infozentrum Witi: v.l. Markus Dietschi, Renata Gugelmann, Martin Tschopp und Mark Mettler.

Hansjörg Sahli

Das Infozentrum Witi in Altreu hat sich zum zweiten Mal in eine Blumenwiese verwandelt. Die Sonderausstellung «Wiesenwelten: kleine Verstecke – grosse Entdeckungen», die am Freitagabend eröffnet wurde, befasst sich mit Blumenwiesen und den unzähligen Pflanzen- und Tierarten, die darin zu finden sind.

Die Ausstellung wird zum zweiten Mal gezeigt. Der Grund liegt im Aufwand, den der Aufbau verursacht hat. Insgesamt 555 Arbeitsstunden hat das Witi-Team im letzten Frühling investiert, um die Ausstellung des Pro Natura Zentrums Champ-Pittet an die Gegebenheiten im Infozentrum und die Region anzupassen.

Aufgezeigt wird die enge Verknüpfung der Blumenwiesen mit unserer eigenen Kulturgeschichte und der Entwicklung der Landwirtschaft. Noch bis in die 1950-er-Jahre bestand die Hälfte der Landwirtschaftsflächen der Schweiz aus Blumenwiesen. Dann setzten die Intensivierung der Landwirtschaft und der Gebrauch von Dünger ein. So verschwanden 90 Prozent der Blumenwiesen. Heute müssen die Landwirte von Gesetzes wegen wieder sogenannte Biodiversitätsförderflächen ausscheiden.

Pünktlich auf den Eröffnungstermin wurde auch die neu gestaltete Umgebung Ost des Witizentrums fertig und begleitet von heftigem Storchengeklapper eingeweiht. Die Horste in Altreu sind besetzt und bald wird auch Nachwuchs zu bestaunen sein. Beispielsweise dank der Kamera, die auf dem Infozentrum installiert ist und auf ein Storchennest gerichtet ist. (rm/uby)

Impressionen von der letztjährigen Ausstellung:

Vernissage Wiesenwelten Infozentrum Winti 14.04.17
11 Bilder
Wie die Wiese wohl klingt?
Für Kinder gibt es ein «Wiesen-Versteckis», ein Nest, in das sie sich zurückziehen können. Kein Grund für Erwachsene, das Versteck nicht auch auszuprobieren.
Auch gibt es für Kinder ein spezielles Memory. Eine Art Schatzsuche, die sie spielerisch durch die Ausstellung führt.
Markus Dietschi (Präsident Verein für üsi Witi) bei der Eröffnungsansprache: «Der Aufwand für die Präsentation hier bei uns war enorm.»
Roger Siegenthaler übergibt den Check von 20'000 Franken an Markus Dietschi.
Renate Gugelmann führt durch die Ausstellung.
Diese greift ein wichtiges Thema auf: Noch bis in die 1950-er-Jahre bestand die Hälfte der Schweizer Landwirtschaftsflächen aus Blumenwiesen. Dann setzten die Intensivierung der Landwirtschaft und der Gebrauch von Dünger ein. Die Folge: 90 Prozent der Blumenwiesen verschwanden.
Aufgezeigt wird im Rundgang auch die enge Verknüpfung der Blumenwiesen mit unserer eigenen Kulturgeschichte und der Entwicklung der Landwirtschaft.
«In einer Blumenwiese wimmelt es Tag und Nacht von Leben», steht auf einem der Plakate.
Die Ausstellung «Wiesenwelten» wird zwei Jahre lang in Altreu zu sehen sein.

Vernissage Wiesenwelten Infozentrum Winti 14.04.17

Hanspeter Bärtschi

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