Subingen
«Das wäre ein Gewinn für die Region» — Reaktion auf die etwaige Dreifachhalle

Die Reaktion auf den Vorschlag für den Bau einer Dreifachhalle gehen von vorsichtig positiv bis überzeugt von einer tollen Idee.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Eine Dreifachhalle für Subingen?

Eine Dreifachhalle für Subingen?

Rahel Meier

Sportinteressierte sind auf den ersten Blick begeistert von der Idee, im Wasseramt eine Dreifachsporthalle zu realisieren. Mit Begeisterung alleine ist es aber sicher nicht getan. Das Projekt muss finanzierbar sein und eine Mehrheit gewinnen.

Claudia Sollberger (Halten) hat im letzten Oktober das Präsidium des Verbandsrates des Zweckverbandes Schulkreis Wasseramt Ost (OWO) übernommen. Sie vertritt die Interessen der Schule. «Wir brauchen beim Oberstufenzentrum in Subingen eine zweite Turnhalle.» Diese wurde seinerzeit aus Kostengründen nicht gebaut. Der Zweckverband habe deshalb eine Arbeitsgruppe gebildet, einen Architekten beigezogen und Varianten ausgearbeitet. «Für uns war klar, dass wir die Planung auf die Bedürfnisse der Schule ausrichten.» Für den Schulbetrieb sei der Vorschlag, wie er im März 2017 präsentiert wurde, genügend. Geplant wird ein Anbau an die heute bestehende Turnhalle für rund 5 Millionen Franken.

Die Planung des Zweckverbandes hat nun aber innerhalb des Wasseramtes Reaktionen hervorgerufen. «Der Subinger Gemeindepräsident ist offiziell an uns herangetreten und hat uns mit der Idee des Baus einer Dreifachhalle konfrontiert», so Sollberger. Die Idee einer Dreifachhalle wird von weiteren Gemeindepräsidenten unterstützt. «Wir sagen vonseiten der Schule sicher nicht Nein zu einer Dreifachhalle auf unserem Gelände», so Sollberger. Zudem seien die Gemeinden die Träger des Zweckverbandes. «Sie finanzieren die Turnhalle letztlich auch.» Der Zweckverband werde das Anliegen deshalb aufnehmen und wartet die politische Diskussion ab, die nun in den einzelnen Gemeinden geführt werden muss.

Prüfung macht Sinn

Der Gemeinderat Aeschi wurde von seinem Präsidenten Stefan Berger über die Idee der Dreifachhalle informiert. «Wir haben noch keine Diskussion geführt. Prinzipiell sind wir der Meinung, dass die Machbarkeit geprüft werden sollte.» Aeschi erarbeitet zurzeit selbst auch ein Vorprojekt, weil die Turnhalle im Dorf saniert werden muss.

Auch in Etziken ist man für eine Prüfung der Option Dreifachhalle. «Man bekäme für wenig mehr Geld wesentlich mehr Halle», sagt Gemeindepräsident Bruno Meyer. Die Raumprobleme der Schule würden gelöst und für das Wasseramt würden sich Synergien ergeben, denn die Halle könnte von Vereinen der ganzen Region genutzt werden. Meyer begrüsst es , dass die Arbeitsgruppe der OWO die Idee nun genauer überprüft. «Wir werden noch einige Diskussionen führen müssen», ist Meyer überzeugt.

Kosten-Nutzen wäre besser

Marcel Linder (Oekingen) ist begeistert von der Idee der Dreifachhalle. «Als es um die Finanzierung der Einfachhalle ging, haben wir im Gemeinderat bereits über Kosten und Nutzen diskutiert und fanden, dass die Kosten für einen Anbau unverhältnismässig hoch sind.» Auch er ist der Meinung, dass die Wasserämter Gemeinden mit geringem finanziellem Mehraufwand einen viel grösseren Nutzen hätten. «Eine solche Halle wäre für die Region ein grosser Gewinn.» Der Standort beim OZ13 wäre nach Linders Meinung ebenfalls ideal. Er meint zudem, dass die heute bestehende Halle beim OZ13 von Sportlern als eher schlecht eingestuft werde. «Mit einem Anbau würde man eine unglückliche Situation noch verdoppeln.»

Der Gemeinderat Deitingen hat sich letzten Mai mit dem Bau einer zweiten Turnhalle in Subingen befasst. «Wir haben damals gesagt, dass wir dem Neubau grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Für uns ist aber wichtig, dass es einen Bedarfsnachweis gibt», erklärt Gemeindepräsident Bruno Eberhard. Das gleiche gelte auch für den Bau einer grösseren Halle. Deitingen hat selbst seit vielen Jahren eine Dreifachhalle, die gut ausgelastet ist. Tatsächlich gebe es aber Vereine, so Eberhard, die mehr Raum brauchen könnten. «Eine Studie über die Grossregion Solothurn könnte für einen Entscheid hilfreich sein», so Eberhard.

Für die ganze Bevölkerung

Martin Rüfenacht (Horriwil, Präsident Gemeindepräsidienkonferenz Wasseramt) ist sich bewusst, dass es im Wasseramt genügend Vereine hat, die die Dreifachhalle nutzen würden. «In der Diskussion darf man jetzt aber nicht vergessen, dass die Schule auf eine neue Halle wartet und die Abklärungen den Neubau nicht allzu lange verzögern dürfen.»

Wichtig sei es deshalb den Bedarf für eine Dreifachhalle abzuklären. «Die Sportler in der Region treffen sich jetzt schon über die Gemeindegrenzen hinweg, und der Bau einer gemeinsamen Halle wäre ein schönes Zeichen zugunsten der Bevölkerung.» Sollte das Projekt effektiv realisiert werden, dann müsse man sich überlegen, wer es weiter entwickle. «Die Arbeitsgruppe der Oberstufe wäre dann wohl nicht das richtige Gremium. Da müssten die beteiligten Gemeinden wohl eine andere Lösung finden.»

Schulkreis Wasseramt Ost (OWO)

Dem Zweckverband Schulkreis Wasseramt Ost (OWO) gehören die Gemeinden Aeschi, Bolken, Deitingen, Derendingen, Drei Höfe, Etziken, Halten, Horriwil, Hüniken, Kriegstetten, Luterbach, Oekingen und Subingen an.

In den beiden Oberstufenzentren in Derendingen (für Derendingen und Luterbach, kurz Delu) und im OZ13 (in Subingen) werden die Sekundarschüler der Gemeinden unterrichtet. Die Gemeindeschulen sind anders organisiert. (rm)

Aktuelle Nachrichten