Günsberg
Das Volk stimmt einer Steuererhöhung um 5 Prozent zu

Gemeindepräsident Thomas Jenni hatte an der Gemeindeversammlung keine leichte Aufgabe. Die Information des Kantons zu ihren Plänen mit einem Flüchtlingszentrum im Kurhaus Balmberg verlief emotional.

Urs Byland
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Das Budget von Günsberg prognostiziert einen Aufwandüberschuss von 321 120 Franken. (Symbolbild)

Das Budget von Günsberg prognostiziert einen Aufwandüberschuss von 321 120 Franken. (Symbolbild)

Yves Wälchli

Nach der Information wandte sich die über 90-köpfige Versammlung, davon 83 Stimmberechtigte, aber den ordentlichen Geschäften zu und «arbeitete diese ab», so Jenni. «Wir hatten recht gute Diskussionen, letztlich wurden aber alle Punkte so bewilligt, wie sie der Gemeinderat vorgeschlagen hatte», berichtet Jenni.

Vor der Budgetdiskussion wurden drei Investitionen beschlossen. Alle drei, Sanierung Buchenrain 2. Etappe, Erschliessung Hofstatt West und Ringschluss Wasserversorgung Balmbergstrasse, wurden genehmigt.

Ausführlicher debattiert wurde das Budget, das einen Aufwandüberschuss von 321 120 Franken prognostiziert. Damit verbunden ist eine Steuererhöhung um 5 Prozent.

«Natürlich forderten Anwesende, zuerst anderswo zu sparen und die Ausgaben radikal zu kürzen», fasst Jenni die Diskussion zusammen, «aber viele Ausgaben sind zweckgebunden, die müssen geleistet werden».

Er habe die Versammlung letztendlich überzeugen können. «Grossmehrheitlich wurde der Steuererhöhung zugestimmt.» Der Steuersatz ist ab 2016 neu 5 Prozent höher und beträgt 121 für natürliche und 104 für juristische Personen.

Auch das neue Reglement über Anlassbewilligungen und Gebühren fand in der Gemeindeversammlung Zustimmung. In Günsberg bewilligt der Gemeinderat künftig die Anlässe. Rekursinstanz ist der Kanton.

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