Flumenthal

Das Tempo auf der Baselstrasse wird gedrosselt

Die Baselstrasse noch während des Baus. (Archiv)

Die Baselstrasse noch während des Baus. (Archiv)

An der Gemeindeversammlung von Flumenthal führte der Kredit für die Sanierung der Baselstrasse zu Diskussionen. Weiter wurden das positive Resultat der Erfolgsrechnung gewürdigt und die neue Finanzverwalterin vorgestellt.

Die Baselstrasse befindet sich in einem sehr kritischen Zustand, der Deckbelag ist ein Flickenteppich. Bereits letztes Jahr kam der Kredit für die Sanierung der Baselstrasse vor die Gemeindeversammlung. Damals scheiterte der Antrag des Gemeinderats – es wurde Nichteintreten beschlossen. Am Mittwochabend sollte die Versammlung erneut über das Geschäft befinden, das nun mit inhaltlichen Neuerungen daherkam.

Die Gemeinde hat zwischenzeitlich das Gespräch mit den Gegnern gesucht und konnte in den meisten Fällen auf die Anliegen eingehen. Die neue Vorlage präsentiert sich günstiger: 2016 wurde noch mit 220 000 Franken Aufwand gerechnet, nun sind es 82'000 Franken. Für die niedrigeren Kosten gibt es mehrere Gründe. Durch eine genauere Untersuchung wurde festgestellt, dass nur der Deckbelag erneuert werden müsse. Die unteren Schichten sind nicht beschädigt.

Weiter kommt die Aare Seeland Mobil (ASM) für die selbst verursachten Strassenschäden auf, die bei den Bauarbeiten entstanden. Da sie dies in naher Zukunft angehen wird, mache es Sinn, die Sanierung der Baselstrasse zum gleichen Zeitpunkt vorzunehmen, denn sanieren müsse man die Strasse ohnehin bald, so Felix Steiner von der Bau- und Werkkommission.

Gewerbler befürchtet Nachteile

Neben der Sanierung gehörten auch Fahrspurverengungen auf der Nordseite zum Antrag, die die gesetzlich vorgeschriebene Tempo-30-Zone optisch unterstützen und zum langsamen Fahren anhalten sollen. Auf der Südseite existieren bereits Verengungen. «Ohne diese Massnahmen drosselt kaum jemand das Tempo», ist Steiner überzeugt. Sie würden die Verkehrsteilnehmer, die sich in den Ausfahrten aufhalten, und die Fussgänger schützen.
Martin Wyss, Geschäftsleiter der Viktor Wyss AG, stellte einen Gegenantrag, in welchem zwar die Sanierung vorgenommen, aber auf sämtliche Einengungen (auch die südlichen) verzichtet werden sollte.

Er zeichnete ein ungünstiges Szenario für die Industrie und berechnete einen mit hohen Kosten verbundenen Mehraufwand für seine Firma. Dazu würde der Lärmpegel durch das häufigere Anfahren der Betriebsfahrzeuge und der von ihnen ausgehende Gestank zunehmen, auch für die Landwirtschaftsfahrzeuge wären solche Einengungen prekär. Seiner Meinung nach hätte das Problem gelöst werden können, indem die Bepflanzung für die Verbesserung der Sichtverhältnisse so weit als nötig zurückgeschnitten würde.

Eine grosse Mehrheit der 34 Stimmberechtigten sprach sich aber nicht für sein Anliegen aus und genehmigte den Antrag des Gemeinderates.

Hoher Ertragsüberschuss

Die Erfolgsrechnung schliesst Dank mehr Steuereinnahmen mit einem Ertragsüberschuss von 301 186 Franken ab, wobei im Budget ein Aufwandüberschuss von rund 70'000 Franken verzeichnet war. Der Gewinn wird auf das Eigenkapital übertragen, das damit 1.414 Millionen Franken beträgt.

Wegen unüberwindbaren Differenzen musste sich die Gemeinde von ihrem Finanzverwalter trennen und schaffte es dennoch, alles rechtzeitig zur Gemeindeversammlung fertigzustellen. Jacqueline Fuchs, die seit 23 Jahren für die Gemeinde tätig ist, übernimmt die Stelle und ist nun Gemeindeverwalterin.

Gegen den Entscheid, die Poststelle zu schliessen, will sich der Gemeinderat zur Wehr setzen. Er wird sich diesem Thema in seiner nächsten Sitzung annehmen. Im September wird vonseiten Post für die Anwohner eine Infoveranstaltung organisiert und die Alternativlösung aufgezeigt.

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