Riedholz
Das räumliche Teilleitbild Attisholz 2030 wurde präzisiert, aber nicht geändert

Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung den Mitwirkungsbericht zum räumlichen Teilleitbild Attisholz 2030 verabschiedet.

Rahel Meier
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Gemeinde Riedholz, Ortsschild Riedholz

Gemeinde Riedholz, Ortsschild Riedholz

Urs Lindt

Fünf Mitwirkungen gingen nach der zweimonatigen Mitwirkungsfrist ein. Einige der Anregungen und Forderungen wurden in das Teilleitbild aufgenommen, andere nur zur Kenntnis genommen. Die meisten der Eingabepunkte die nicht aufgenommen wurden, werden in der nachfolgenden Nutzungsplanung behandelt. Beispielsweise die Frage nach der Organisation des Baustellenverkehrs oder die Sicherstellung von Baurechten und Land für öffentliche Strukturen.

Mitgewirkt haben zwei Privatpersonen, Pro Natura, Bird Life und die Stadt Solothurn. Letztere hat unter anderem darauf hingewiesen, dass die Entwicklung des Areals in Hinblick auf Siedlung, Landschaft und Verkehr sorgfältig abgestimmt werden sollte. Explizit wurde zudem gewünscht, dass Riedholz während der ganzen Entwicklungsphase mit den Nachbargemeinden im Kontakt bleibt und bedeutsame Schritte rechtzeitig kommuniziert. Dieses Anliegen wurde ins Leitbild aufgenommen. Ebenso wurde der Leitsatz Aare- und Naturraum ergänzt. Er heisst neu: «Der Aareraum ist attraktiv zu gestalten und naturverträglich für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.» Ausserdem soll eine Pufferzone zwischen dem Areal und dem wertvollen Landstück am Ufer in Richtung Solothurn geschaffen werden.

Die künftige Parkierung muss im Nutzungsplanverfahren geklärt werden. Das Teilleitbild wurde aber dahingehend ergänzt, dass die Parkierung möglichst in Einstellhallen/unterirdisch oder gedeckt erfolgen soll. Auch die Erschliessung wird im Nutzungsplanverfahren definiert. Trotzdem wurde das Teilleitbild auch hier präzisiert. So soll sichergestellt werden, dass die Erschliessung übergeordnet betrachtet und regional abgestimmt gelöst wird. Konkret sollen eine Mobilitätsstrategie und ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden.

Das Teilleitbild wird im Dezember an der Gemeindeversammlung vorgelegt und muss vom Volk genehmigt werden.

Leitbild von 2014 überarbeitet

Das bestehende räumliche Teilleitbild zum Areal Attisholz Nord wurde 2014 von der Gemeindeversammlung genehmigt. Die darauffolgende Nutzungsplanung lag bereits zur Vorprüfung beim Kanton, als der Prozess wegen des Besitzerwechsels des Areals zwei Schritte zurück wieder beim räumlichen Teilleitbild landete. Die neuen Investoren haben andere Vorstellungen, was die Bebauung des Areals betrifft. Über den gesamten Entwicklungsprozess, also bis zirka 2040, sollen 750 bis 1200 neue Wohnungen entstehen. Im geltenden Teilleitbild liegt dieser Wert bei 150 bis 350 Wohneinheiten. Dazu sollen neu auch punktuell Hochhäuser gebaut werden dürfen. Und als Folge von dieser Entwicklung sind neu auch öffentliche Strukturen (Schulen, Quartierversorger, etc.) nach Bedarf möglich. Statt wie bisher 600 bis 1000 Arbeitsplätze will Halter AG 800 bis 2200 Arbeitsplätze schaffen. Und anstatt von «klar definierten Etappen» ist laut neuem Teilleitbild von einem «kontinuierlichen Transformationsprozess» die Rede. Damit haben sich die neuen Besitzer viel Freiraum für die künftige Entwicklung des Areals geschaffen. (uby)