Aetingen

Das Projekt Schulhaus Aetingen wurde den Realitäten angepasst

Die geplante Einstellhalle soll unter dem Teerplatz vor dem Schulhaus zu liegen kommen.

Der Gemeinderat von Buchegg hat das überarbeitete Projekt für die Schulanlage Aetingen genehmigt und will es nun der Gemeindeversammlung vorlegen. Ebenso ein Budget 2020 mit einem Aufwandüberschuss.

Was soll mit dem Areal der ehemaligen Schule Aetingen passieren? Dieser Frage stellt sich seit längerer Zeit der Gemeinderat Buchegg. Vor einem Jahr fand eine Informationsveranstaltung statt. Danach hat eine Arbeitsgruppe Varianten geprüft. Etwa den Verkauf des Areals im Baurecht, was von Einwohnern am Infoanlass gewünscht wurde. Die Arbeitsgruppe prüfte aber auch einen Verkauf des alten Schulhauses, von Einzelparzellen, die Bildung einer Wohnbaugenossenschaft oder ein abgespecktes Projekt. Zusätzlich wurden Bauland und Altes Schulhaus bewertet. Der Verkehrswert liegt bei 1,285 Mio. Franken.

Die Rückmeldungen auf die Verkaufsinserate waren ernüchternd. Der Verkaufpreis mit oder ohne Baurecht erschien zu hoch, auch weil das Schulhaus noch umgebaut werden müsse. Der fürs Areal geltende Gestaltungsplan werde als einschränkend empfunden. Die Genossenschaftslösung wurde gezielt an Firmen und Stiftungen verschickt, aber das Interesse sei gering. Ein grosser Teil des Aufwandes wäre wiederum an der Gemeinde als grösste Genossenschafterin und Darlehensgeberin hängen geblieben, so die Einschätzung der Arbeitsgruppe.

Für Einzelparzellen meldeten sich zwei ernsthafte Interessenten, sowie ein Handwerkerkonsortium. Dieses legte ein verbindliches Angebot für die Parzellen vor – ohne Schulhaus. Das Konsortium wäre aber bereit dieses umzubauen. Dazu lieferte es ein abgespecktes Umbau-Projekt mit Kostenschätzung ab.

Kosten Umbau Schulhaus fast halbiert

Das abgespeckte Umbauprojekt überzeugte die Arbeitsgruppe. Die Anzahl Wohnungen im Schulhaus wurde von acht auf sieben reduziert. Die Umbausumme von früher gerechneten 5,375 auf 2,27 Mio. Franken reduziert. Geplant sind Wohnungen im unteren bis mittleren Preissegment von unterschiedlicher Grösse, aber mit Lift erschlossen. Der Gemeinderat verlangte zudem, dass eine Einstellhalle gebaut wird. Diese dürfte zusätzlich rund 600 000 Franken kosten. Der Gemeinderat genehmigte nun diese Lösung und wird diese an der Gemeindeversammlung empfehlen. Der Verpflichtungskredit für den Umbau Schulhaus und den Bau der Einstellhalle beträgt 2,87 Mio. Franken. Mit dem Verkauf des Kindergartens und der restlichen drei Parzellen soll mindestens 1,2 Mio. Franken gelöst werden, die zur Finanzierung des Schulhausumbaus eingesetzt würden.

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