Subingen
Das Projekt Mittagstisch stösst auf geringe Nachfrage

Am 30. August 2016 startete das Projekt Mittagstisch. Nach wie vor wird das Angebot nur sporadisch genutzt.

Rahel Meier
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Mittagstisch in Subingen

Mittagstisch in Subingen

Daniela Zimmermann

Karin Hirsbrunner (Präsidentin) und Marco Egger (Finanzen und Administration) vom Verein Wurzeli legten Rechenschaft über das erste Vereinsjahr ab. Am 30. August 2016 sei der Verein mit dem Mittagstisch gestartet. Fünf Kinder hätten zu Beginn teilgenommen.

Am 1. Januar 2017 habe man das Angebot neu statt nur am Dienstag und Donnerstag auf alle fünf Mittage ausgeweitet. Am 16. August 2017 wurde die Spielgruppe mit drei Kindern eröffnet. Egger zeigte auf, dass der Mittagstisch nach wie vor zu wenig nachgefragt wird. 27 Kindern müssten ihn besuchen, damit der Betrieb kostendeckend geführt werden könnte.

Das Höchste, was je erreicht wurde, waren zehn Kinder. Es gab auch Wochen, in denen kein einziges Kind verpflegt wurde. Auch die Nachmittagsbetreuung werde nur selten genutzt. «Dafür ist die Spielgruppe eine Erfolgsgeschichte. Wir haben bereits acht Kinder, die sie besuchen. Kommt ein neuntes dazu, dann können wir eine zweite Gruppe eröffnen.»

Das Fazit für Egger war klar: «Ohne die Defizitgarantie der Gemeinde hätten wir das Angebot nicht realisieren können.» Der Verein habe sich zum Ziel gesetzt drei Jahre durchzuhalten. Erst dann sei es möglich, eine Bilanz zu ziehen.

Liegt es am Standort?

Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold fragte sich, wieso das Angebot nicht besser genutzt wird. «Ich könnte mir vorstellen, dass der Standort mit den Containern bei der Mehrzweckhalle nicht der beste ist.» Auch Michael Kummli (FDP) fand, dass es sicher günstiger wäre, wenn vor allem der Mittagstisch nahe beim Schulhaus angeboten werden könnte.

Die Arbeitsgruppe, die sich mit der familienergänzenden Betreuung beschäftigt, nimmt die Frage nach einem neuen Standort in ihre Diskussionen auf. Denn eines sei sicher, so Egger. Der Schulleiter schätze die Arbeit in der Spielgruppe und beim Mittagstisch, weil Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen dort aufgefangen werden könnten.

Der Gemeinderat hat an seiner letzten Sitzung auch über die Art der Finanzierung für die neue Turnhalle beim OZ13 beraten. Die Gemeinderäte haben sich einstimmig dafür entschieden, dass der Zweckverband sich das Fremdkapital beschafft und das Geld für die Amortisation jährlich bei den Verbandsgemeinden zurückholt. Das Geld vom Erneuerungsfond soll für den Neubau genützt werden, müsse aber buchhalterisch weiter auf dem Konto belassen werden.

Aus 22 Bewerbungen hat ein Ausschuss einen neuen Bauverwalter ausgesucht und ihn dem Gemeinderat zur Wahl vorgeschlagen. Matthias Oesch wurde einstimmig gewählt. Oesch wohnt in Deitingen, ist 49-jährig und zurzeit Bauverwalter in Oberbipp. Er wird seine neue Stelle am 1. August 2018 antreten.

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