Langendorf
Das Personal bekommt ein paar Ferientage mehr

Im Gemeinderat von Langendorf wurde über die Dienst- und Gehaltsordnung diskutiert.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Die Arbeitnehmenden auf der Verwaltung können von mehr Ferientagen profitieren.

Die Arbeitnehmenden auf der Verwaltung können von mehr Ferientagen profitieren.

Keystone

Das Personal der Einwohnergemeinde Langendorf hat von der Pensionskasse des Kantons Solothurn zur Vorsorgeeinrichtung Profonds gewechselt. Aus diesem Grund wurde die Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) betreffend Anstellungsbedingungen generell überprüft. Das Verwaltungspersonal hat dabei die Anstellungsbedingungen mit dem Gesamtarbeitsvertrag des Kantons Solothurn (GAV) und anderen Gemeinden verglichen. Die Änderungen wurden dem Gemeinderat vorgelegt und teilweise übernommen.

Unbestritten war die Neuformulierung von § 32, in der es um die Mitarbeiterbeurteilung geht. Neu soll diese, wie es in der Realität schon längst geschieht, schriftlich festgehalten werden. An die heute geltenden Regeln wurde auch § 48 angepasst. Dabei geht es um die Teilnahme des Gemeindepersonals an Sitzungen. Finden diese während der Arbeitszeit statt, gilt dies als Arbeitszeit. Finden die Sitzungen ausserhalb der Arbeitszeit statt, hat das Personal Anspruch auf Sitzungsgeld oder Kompensation.

Keine Sonderlösung

Diskussionen gab es um den Ferienanspruch. Die Verwaltung schlug eine grosszügige Regelung vor, unter anderem auch, weil die Schalteröffnungszeiten in Langendorf ebenfalls grosszügig und die Arbeitszeiten für die Mitarbeitenden nicht immer attraktiv seien. Brückentage nach Feiertagen seien beispielsweise nicht üblich. Der Gemeinderat stimmte zwar Verbesserungen in diesem Bereich zu. Er wollte aber keine Sonderlösung für Langendorf, sondern übernahm die Lösung, wie sie im GAV niedergeschrieben ist.

Im Weiteren hat der Rat

- von der stillen Wahl von Daniel Hürlimann (FDP) als Vizegemeindepräsident Kenntnis genommen;

- diverse Änderungen in der Gemeindeordnung genehmigt. Diese wurden nötig, weil Kommissionen aufgehoben wurden und weil mit der Einführung von HRM II weitere Anpassungen nötig wurden;

- den Baurechtsvertrag für den Bau der Kabelverteilkabine auf GB Langendorf Nr. 492 genehmigt;

- zur Kenntnis genommen, dass nach den Herbstferien stichprobeartig kontrolliert werden soll, ob auch Auswärtige ihr Altglas und Weiteres bei der Entsorgungsstelle des Werkhofes entsorgen, wie dies den Mengen nach, schon länger vermutet wird. (rm)

Damit werden vor allem die Arbeitnehmenden zwischen dem 20. und dem 44. Altersjahr bessergestellt. Bisher hatten sie in Langendorf Anrecht auf 20 arbeitsfreie Tage, neu sind es 23. Profitieren kann auch, wer heiratet (neu 5, bisher 2 Tage Ferien) und der Vaterschaftsurlaub wird ebenfalls von zwei auf fünf Tage verlängert.

Für drei Monate verlängert

Der Gemeinderat nahm zur Kenntnis, dass das Arbeitsverhältnis des Jugendarbeiters infolge langer Krankheit per 4. Juli 2017 endete. Gemäss DGO erfolgt die Lohnzahlung bei Krankheit während den ersten 12 Monaten zu 100 Prozent, danach reduziert sie sich für weitere 12 Monate auf 80 Prozent. In Anbetracht der langjährigen und guten Arbeit des Jugendarbeiters wollte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger die Möglichkeit der DGO ausschöpfen und stellte den Antrag, die Lohnzahlung auf 100 Prozent anzuheben. Da die Krankentaggeldversicherung 80 Prozent des Lohnes decken, wären der Gemeinde die restlichen 20 Prozent verblieben.

Nach langer Diskussion entschied der Gemeinderat jedoch anders. Mit 5:4 Stimmen beschloss er eine 100-prozentige Lohnfortzahlung für weitere drei Monate, dann aber eine Reduktion auf die vorgeschriebenen 80 Prozent.