Obergerlafingen
«Das perfekteste Schulhaus»

Das Siegerprojekt für die Schulhauserweiterung ist erkoren. Von insgesamt 65 Arbeiten gewann das Projekt «Toblerone» des Architekturbüros bauzeit architekten GmbH aus Biel.

Marlene Sedlacek
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Luftdurchflutet wird er sein, der neue Schulraum, freundlich und offen. Urs Loosli, Präsident der Bau- und Planungskommission und Vorsitzender des Beurteilungsgremiums, schwärmte an der Präsentation des Siegerprojekts von der auserkorenen Arbeit. «Mein erster Eindruck war, dass das Gebäude mit dem Scheddach wie eine Fabrik aussieht», gestand Loosli ein. Nach und nach hätten ihn die Vorteile gegenüber den anderen vier in die Ränge gekommenen Architekturarbeiten jedoch überzeugt. In der Zwischenzeit ist er voller Begeisterung. «Wir werden das perfekteste Schulhaus weit und breit haben», ist sich Loosli sicher.

Überzeugend in allen Punkten

Insgesamt 65 Arbeiten waren auf den europaweit ausgeschriebenen Projektwettbewerb zur Schulhauserweiterung eingegangen. Neben Einreichungen aus der Schweiz kam eine aus Lissabon, eine andere aus Berlin, berichtete Loosli. Das Beurteilungsgremium hatte fünf Arbeiten ausgewählt, die einer näheren Betrachtung wert waren. Das Rennen gemacht hat das Projekt «Toblerone» des Architekturbüros bauzeit architekten GmbH aus Biel. Der Bau überzeugte die Jury in den wesentlichen Kriterien Ästhetik, Funktionalität, Kosten und Wirtschaftlichkeit.

Kosten noch unbekannt

Gemeindepräsident Beat Muralt freute sich über das grosse Interesse, das die Bevölkerung an der Erweiterung des Schulhauses zeigte. Rund 80 Leute hätten seit letztem Mittwoch die Ausstellung der fünf ausgewählten Projekte besucht.

An der Budgetgemeindeversammlung wird die Bevölkerung über den Baukredit abstimmen können. Wie viel der Erweiterungsbau inklusive Dachsanierung des alten Schulhauses kosten wird, ist noch nicht abschliessend gerechnet. Der Bau wird im Sommer oder Herbst nächsten Jahres begonnen. Bezugsbereit wird das Schulhaus im Sommer 2018 sein. (msg)

Räumliche Offenheit

Als eigenständiger, eingeschossiger Komplex wird das neue Gebäude gegen Norden an das bestehende Schulhaus angebaut. Die grossen Fensterflächen gegen Westen und Osten und gegenüber dem Korridor und das Licht, das die Räume durch die Dachoberlichter von Norden her erhellt, bewirken eine grosszügige räumliche Offenheit. Die vier ebenerdigen Schulzimmer bieten die Möglichkeit, den Unterricht ohne grosse Umstände draussen abzuhalten und damit pädagogische Wünsche zu erfüllen.

Der Kindergarten im Norden des Komplexes hat einen eigenen Zugangsbereich. Die Aussenräume von Kindergarten und Schulzimmer sind voneinander abgetrennt und werden sich gegenseitig nicht stören. Loosli attestiert dem Gebäude eine ausgezeichnete Energiebilanz. Die gegen Süden gerichteten Scheddächer schrien nach einer Photovoltaikanlage, meinte er. Diese Kosten würden im Budget eingeplant. Begeistert ist der Baufachmann auch von der atmungsaktiven Holzelement-Bauweise. Positiv seien zudem die Ausbaumöglichkeiten, sollte der Schulraumbedarf in Zukunft weiter ansteigen.