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«Das OK beschliesst gemeinsam, welche Bands wird ans Openair Etziken holen wollen»

Michael Flück und Chrigu Stuber sind im Booking-Team.

Michael Flück und Chrigu Stuber sind im Booking-Team.

Michael Flück und Chrigu Stuber zeichnen massgeblich für das Musikprogramm am Openair Etziken verantwortlich.

Dass Bastian Baker, Marc Sway, Gotthard oder Hecht am diesjährigen Openair Etziken auftreten, ist dem Programm-Team zu verdanken. Ganz vorne dabei: Michael Flück und Chrigu Stuber.

«Wir sind ein Viererteam, das das Booking koordiniert», sagt Flück, OK-Vizepräsident und Leiter des Ressorts Programm. Zur dieser Gruppe gehöre auch der OK-Präsident dazu. Per Whatsapp werde alles koordiniert. Auch sehr kurzfristig könnten so Entscheide gefällt werden. «Die Schweizer Bands kennen uns und das Openair Etziken mittlerweile sehr gut», so Flück. Da sei es auch einfacher zu verhandeln.

«Jedes Angebot, das wir einer Band machen, ist in der Gruppe abgesprochen», fügt Chrigu Stuber an. «Bei wichtigen Entscheiden fragen wir dann das ganze OK.» Da gehe es auch um viel Geld. Dann braucht es die Unterstützung von allen. 

Der Verein beschliesst also gemeinsam, welche Bands angegangen werden sollen. Dann versucht Chrigu Stuber, diese zu buchen. Die gute Seele für die ganze Logistik ist dann Michael Flück. Er unterschreibt die Verträge, bucht die Hotels, schickt die Fahrer.

Die Suche nach den Bands beginnt schon früh. Bereits jetzt steht ein Headliner fürs nächste Jahr fest – verraten wird der natürlich noch nicht. Nach dem Festival beginnt das Sondieren. Da wird bekannt, welche Bands im nächsten Jahr unterwegs sind. Stuber: «Im Herbst wird es dann konkret. Da werden finanzielle Angebote platziert.» Das Ziel ist es, Ende Januar die Headliner zu haben. Danach wird es schwierig, noch einen zu finden. Denn die Bands sind von anderen Festivals verpflichtet. Tendenziell werde die Verhandlungsphase immer früher. Die Festivals erhöhen gegenseitig den Druck.

Dass Gotthard für dieses Jahr verpflichtet werden konnte, ist eine grosse Freude fürs ganze OK. «Gotthard hat bisher noch nie hier gespielt. Alle anderen ganz bekannten Bands hatten wir schon», so Michael Flück. Mit der Defrosted-Tour passe das ganz gut, meint Chrigu Stuber.

Das grosse Highlight am Freitag war Hecht. Dabei wollte die Band erst im August mit ihrer Tour starten. Doch auf Nachfrage klappte es dann doch. Sie wurden Headliner. Eine Premiere für Hecht. Das betonten sie am Konzert gleich mehrfach. Die Bandmitglieder freuten sich, endlich einmal im Dunkeln spielen zu dürfen. Headliner zu sein macht das mittelgrosse Festival Etziken möglich, denn bei den Grossen wird die Band am Nachmittag eingeplant.

Wie wird denn die Musik am Openair Etziken ausgerichtet? Es sei ein «poppiges, mainstreamiges Openair mit Perlen», meint Stuber. Allgemein sei es schon das Ziel, Schweizer Bands spielen zu lassen, erklärt Flück. Die grossen Internationalen könne man sich auch finanziell nicht leisten. «Vieles kann man mit den Kinder hören. Und doch haben wir zwei, drei Perlen im Programm, wie Puddle of Mudd oder Delinquent habits, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen.»

Stuber zählt noch Klingande und Klangkarussel auf. «Wir haben ja doch ein paar internationale Highlights. Diese sollen nicht die grosse Masse nach Etziken ziehen, aber das Programm aufwerten. Dann kann man hier auch einen neuen Act sehen.» (ldu)

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