Gerlafingen
Das neue Quartier nimmt Formen an

Der Gerlafinger Gemeinderat verabschiedet den Erschliessungs- und Gestaltungsplan für die Überbauung im Sackzelgli/Sonnenfeld.

Gundi Klemm
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Modell der projektierten Gesamtüberbauung Sonnenfeld/Sackzelgli

Modell der projektierten Gesamtüberbauung Sonnenfeld/Sackzelgli

www.gerlafingen.ch

Wenn das gesamte Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist, sollen auf dem Sackzelgli und dem Sonnenfeld acht Mehrfamilienhäuser in einer grosszügig und familiär gestalteten Anlage entstehen. Die Gebäude umfassen drei vollausgebaute Stockwerke und zuoberst als vierte Etage ein Attika-Geschoss. Die Bau- und Werkkommission hatte im Vorfeld alle Dokumente vorgeprüft und empfahl dem Gemeinderat die Genehmigung zur öffentlichen Auflage, die mit 9 gegen 2 Stimmen erfolgte.

Roger Käsermann (SVP) hielt grundsätzlich fest, dass er dieses geplante Bauvolumen und den daraus erwachsenden Bevölkerungszuzug als viel zu gross und belastend für Gerlafingens Infrastruktur beurteile, zumal er auch einen Leerwohnungsbestand befürchte. Denn mit Verenapark und Mühlacker weist das Dorf zwei weitere grossdimensionierte Baugebiete auf.

Strasse wird privatisiert

Neu – auch für die Ratsmitglieder – war der Entscheid, das östliche Stück der Langfeldstrasse, die das Sackzelgli-Sonnenfeld durchschneidet, den Parzellen-Eigentümern zu verkaufen. Der Abschnitt soll dann keine öffentliche Erschliessungstrasse mehr sein. «Die Idee entstand, weil wir damit Fragen und ‹Gstürm› zum Unterhalt des ausgebauten Strassenstücks innerhalb der Siedlung ausklammern», betonte Bauverwalter Ewald Kaiser, der den Verkaufspreis mit 300 Franken pro Quadratmeter bezifferte. In der Zusammenarbeit aller Beteiligten habe sich für dieses wichtige Bauvorhaben ein wahrer Quantensprung bezüglich Gestaltungsplan und Freiraumkonzept stattgefunden, würdigte Kaiser den gesamten Entwurf. Für die öffentliche Auflage werden die Baufelder profiliert.

Wichtige Wahlen

In der Sozialregion Wasseramt-Süd galt es, eine Nachfolge für die ausscheidende Sozialarbeiterin Fränzi Burkhalter zu finden. Wie Thomas Flückiger als Präsident der Sozialkommission und Geschäftsleiter Etienne Gasche ausführten, hatten sich 14 Personen auf die Ausschreibung hin gemeldet. Fünf Bewerbende kamen in die enge Auswahl. Nach weitergehenden Gesprächen, nach denen drei Bewerbende ausschieden und sich der zweite verbliebene Kandidat zurückzog, konnte Claudine Marzohl dem Rat zur Wahl vorgeschlagen und gewählt werden. Diese Einerkandidatur störte allerdings Thomas Stulz, den neuen Vertreter der CVP im Rat, offenbar erheblich, weil er eine «Auswahl» erwartete. So votierte er für eine Rückweisung des Geschäftes, obwohl ihm klar gemacht wurde, dass eine Rückweisung zu einer erneuten Ausschreibung führen würde. Auch der Markt sei ausgetrocknet. Dazu Flückiger: «Es gibt einfach nicht genügend Leute, die sich um anspruchsvolle Stellen wie diese reissen».

Etwas anders sah die Lage zur Neubesetzung der beiden Sachbearbeiterstellen in der Bauverwaltung aus. Hier sprach sich Stulz mit «man sollte ihm eine Chance geben» ausdrücklich für einen Kandidaten aus, der das im Vorfeld festgelegte Anforderungsprofil nicht erreichte. Mit «Wir haben Vertrauen in das in der Gemeinderatskommission erarbeitete Auswahlverfahren» lehnte der Rat eine Bevorzugung dieser Art ab und wählte Doris Meier (Koppigen) und Nadine Hess (Recherswil) als neue Mitarbeiterinnen.