Zuerst bewölkt, dann blauer Himmel und Sonnenschein sowie fahrbare Ski- und Schlittelpisten: So präsentierte sich gestern Sonntag der Balmberg. Wie geschaffen also für einen kurzen Pistenstopp. Seit 24. Dezember ermöglicht das neu eröffnete Bistro Oberbalmberg in der Gaststube des ehemaligen Kurhauses nämlich wieder ein gemütliches Aufwärmen.

«Die Leute sind zufrieden und schätzen das Bistro», sagt Justus Schlegel, der mit seiner Ehefrau Trudi seit 2014 das Restaurant «Mittlerer Balmberg» führt. Sehr glücklich über die warme Stube und die Toilettenanlagen seien vor allem auch die Mütter mit ihren kleinen Kindern.

Neben dem grünen Kachelofen – wohlig eingeheizt – sitzt eine junge Mutter aus Recherswil mit ihrer kleinen Tochter. «Wir beide ruhen uns hier aus, während mein Mann und der ältere Sohn weiterhin Ski fahren», sagt sie. Sie freut sich mit ihrer Tochter über die Kerzen auf dem Tisch und den lachenden künstlichen Schneemann.

«Es ist das einzig Richtige», sagt ein Mann aus Solothurn, der sich viel auf dem Balmberg aufhält. Im Angebot finden sich heisse und kalte Getränke jeglicher Art, aber auch Wein und Bier sowie der Kaffee «Schümli-Pflümli» und «Lutz». Für die Hungrigen gibts Hotdog, Pommes frites, Gemüsesuppe, Flumserwurst sowie Snacks und Nussgipfel.

Auch im Sommer offen

Gedanken über ein Aufwärmeangebot inklusive Toiletten für die Sporttreibenden und Sonnenanbetenden machte sich Justus Schlegel bereits im letzten Jahr. Im vergangenen Winter bot er deshalb in einem Zelt beim Kurhaus warme Getränke und Snacks an. Die Heizkosten stiegen dabei aber für den Gastwirt ins Unermessliche. Seine Idee verfolgte er aber weiter, und mit der Eröffnung des Bistros konnte er sie verwirklichen.

Der Kanton, der in den Räumen des einstigen Kurhauses Asylbewerber unterbringt, und die beteiligten Parteien stellen ihm die Gaststube und die Toilettenanlagen gegen Miete zur Verfügung. Die Küche bleibt weiterhin für die Asylsuchenden reserviert.

Geöffnet ist das Bistro während der Betriebszeiten der Skilifte, der Sportwochen und an schönen Tagen und Wochenenden. «95 Prozent sicher ist, dass der Betrieb auch über den Sommer und in der nächsten Skisaison aufrechterhalten bleibt», verrät der Gastwirt. Immer vorausgesetzt sei, dass der Kanton das Objekt weiterhin miete.

Es könnte schlimmer sein

«Wir sind zufrieden, dass es überhaupt Schnee gegeben hat», bekundet Bele Schmid, Betriebsleiter der Sportanlagen Balmberg. Die Kälte habe den Schnee gefrieren lassen und die Pisten, die am 11. Januar freigegeben wurden, hart und fahrbar gemacht. «Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn es bereits zwischen Weihnachten und Neujahr geschneit hätte», sagt er.

Denn dann sei die Lust zum Skifahren erfahrungsgemäss am grössten. «Es läuft sehr gut», äussert sich auch Hans Küpfer von der Schneesportschule, dessen Ski- und Snowboardvermietung täglich offen ist. Die Skikurse seien gut belegt. Bele Schmid und Hans Küpfer blicken jedoch besorgt auf den angekündigten Warmwettereinbruch mit Regen. Solange wie nur irgendwie möglich, seien die Lifte in Betrieb. Für Anfänger wird, soweit es das Wetter zulässt, der Unterricht aufrechterhalten und das Hochgehen mit einem Förderband gesichert.

Informationen unter www.mittlererbalmberg.ch, www.balmberg.ch