Sängertreffen

«Das Miteinander und die Liebe zum Gesang» lockte nach Biberist

Am Sängertreffen vom Verband Wasseramt-Solothurn-Lebern in Biberist genossen am Sonntag 300 Sängerinnen und Sänger Gesang und Gemütlichkeit.

Dort, wo noch spät nach Mitternacht die Turner und Turnerinnen zu lautstarker Musik im Festzelt auf den Bänken standen und ihre Resultate der Kantonalen Vereinsmeisterschaften feierten, sah es wenige Stunden später total umgekrempelt aus. Biberist aktiv! hatte weggeräumt und der Organisator des Sängertreffens vom Verband Wasseramt-Solothurn-Lebern, der Gemischte Chor Biberist, schaffte Ambiente.

Die stilvoll mit Musiknoten und Blumen geschmückten Tische liessen Vorfreude auf das gemütliche Zusammensein aufkommen. Im vorderen Teil des Festzelts lud die bequeme Bestuhlung zum Konzert der elf Chöre ein. Vorerst aber empfing die Harmonie Biberist die Vereine und Gäste musikalisch auf dem Innenhof des Bleichemattschulhauses. Die Vereinsfahnen wetteiferten in der heissen Sommersonne um die glänzendste Spitze.

Wohltuendes Liedgut

«Nicht der Wettbewerbsgedanke hat euch motiviert nach Biberist zu kommen, sondern das Miteinander und die Liebe zum Gesang», hiess Werner Werren, Präsident des Gemischten Chors, die 300 Sängerinnen und Sänger willkommen. Der Männerchor Frohsinn Drei Höfe (Leitung Hanni Boner) erfreute passend zum Auftakt im Festzelt mit «Jetzt und heute leben». Barbara Flury führte mit viel feinem Humor und Interessantem zum Liedgut durchs Programm. 

Als verliebte Fuhrmänner bekannte sich der Männerchor Lohn-Ammannsegg (Anita Wenger) mit dem Rheinischen Fuhrmannslied und fragte melodiös «Gibt es denn ein schöner Leben?.» «Griechischer Wein» des 35-köpfigen Chors «amici del canto» Riedholz (Anita Wenger) hätte Udo Jürgens bestimmt gefallen. Überzeugend sang der Gemischte Chor Biberist (Maija Breiksa) das von Beethoven vertonte Schiller-Gedicht «Lied an die Freude».

Exzellent für Körper und Psyche

Das Motto «Singen macht Spass, Singen tut gut» thematisierte Edith Ursprung, Präsidentin des Sängerverbandes. Sogar das SRF habe mit der Sendung «Puls vor Ort» anlässlich des Gesangfests in Meiringen die positiven Auswirkungen des Singens auf Körper und Psyche wissenschaftlich belegt. «Singen wirkt wie ein Medikament, aber ohne Nebenwirkung», sagte sie.

Noch beflügelt von ihrem Prädikat «Sehr gut» in Meiringen erfreute der Frauenchor Lohn-Ammannsegg (Regina Rast) mit den Liedern «Chante en mon coeur pays aimé» und «Die zertanzten Schuhe». Frisch und mit Augenzwinkern besang der Männerchor Etziken (Robert Flury) mit «Die schöne Spanierin» die Liebe, laue Nächte, roten Wein und tausend Sterne. An einen aufregenden Verlauf des Abends dachte der Männerchor «Chutz» Langendorf (Doris Däster). Er träumte vom «Tanze mit mir in den Morgen», unterstützt von Klavier, Gitarre und Schlagzeug.

Gastchöre aus dem Bucheggberg

Zum abwechslungsreichen Programm trugen die vier Gastchöre aus dem Bucheggberg bei. Der Gemischte Chor Nennigkofen (Hanni Boner) pries mit «Ein Lied für frohe Stunden» und «Vive l‘amour» Weib, Wein und Gesang. Vom Frauenchor Lüterkofen-Ichertswil (Christoph Zurbuchen) erklangen die Lieder «Die Rose» und «Adiemus».

Humorvoll inszenierte der Gemischte Chor Schnottwil (Doris Stähli Widmer), den Mundartsänger Marc A. Trauffer, dessen Frauen alle «Müeh mit de Chüeh» haben. Begleitet wurde der Chor von Gitarre und Hackbrett. Als Augenweide erwies sich der Jugendchor «Songfäger» Bucheggberg-Limpachtal (An Chen). Die Kinder sangen beherzt und erwärmend «Senzenina» und «Heimweh».

Von Heimweh geplagt waren die Sängerinnen und Sänger im Festzelt noch keineswegs. Sie genossen den Austausch unter Ihresgleichen bei Essen und Gesang.

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