Kriegstetten
Das letzte Jahr der Spitex Wasseramt war gekennzeichnet vom Umzug

Die Spitex Wasseramt betreute 2015 291 Klienten. Grosse Veränderungen brachte der Umzug ins Gebäude der Baloise Bank SoBa mit sich.

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Bei der Spitex Wasseramt wurden die Kundenunterlagen auf Papier abgeschafft. (Archiv)

Bei der Spitex Wasseramt wurden die Kundenunterlagen auf Papier abgeschafft. (Archiv)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

50 Jahre lang befand sich die Spitex Wasseramt in den selben Büroräumlichkeiten. Im Januar 2015 zügelte der Verein an die Hauptstrasse 30 in Kriegstetten ins Gebäude der Baloise Bank SoBa. Das Einleben in den neuen Grossraumbüros ging problemlos vor sich, wie Geschäftsführerin Beatrice Jenni im Geschäftsbericht der Spitex Wasseramt schreibt.

Veränderte Betriebsabläufe waren eine Folge und vor dem Haus hatte es plötzlich genügend Parkplätze für die Mitarbeiterinnen. Sitzungszimmer und ein Küchenbereich stehen neu ebenfalls zur Verfügung. Auch im letzten Jahr wurden die Kundenunterlagen auf Papier abgeschafft.

Die Daten werden neu elektronisch erfasst und die Mitarbeitenden sind mit Tablets ausgerüstet. Als Letztes wurde im letzten Jahr die Betriebsbewilligung der Spitex Wasseramt erneuert.

Die Spitex Wasseramt betreute 2015 291 Klienten (Vorjahr 303). 65,5 Prozent davon waren Frauen, 34,5 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter der Klienten beträgt 71,2 Jahre (Vorjahr 72,8 Jahre). Den grössten Anteil an Klienten machen die 80 bis 89 Jahre alten Menschen mit 36,4 Prozent (39,6 Prozent) aus.

Die Spitex erbrachte 20'680 Stunden in der Pflege, 5760 in der Hauswirtschaft und 166 Stunden übrige Dienste. 12'329 Mahlzeiten wurden ausgeliefert. 57 Personen arbeiten durchschnittlich in einem 41,6-Prozent-Pensum für die Spitex Wasseramt. Sowohl das Vereinskapital als auch die freiwilligen Reserven erhöhten sich per Ende 2015.

Präsident Hardy Jäggi bricht im Jahresbericht der Spitex Wasseramt eine Lanze für die öffentlichen Spitex-Organisationen, die im letzten Jahr von allen Seiten unter Druck geraten sind. Die öffentlichen Organisationen würden keine Rosinen picken, 7 Tage in der Woche, 24 Stunden pro Tag ihren Service anbieten. Ländliche und städtische Spitex-Organisationen könnten zudem nur schlecht verglichen werden. (rm)