Der Gemeinderat Riedholz hat sich mit der Zukunft der Gemeinde beschäftigt und an seiner Klausurtagung die Legislaturziele für die nächsten vier Jahre besprochen. «Die Sitzung war sehr konstruktiv», erklärt Gemeindepräsidentin Jasmine Huber auf Anfrage. Einerseits wurden sechs Themenbereiche definiert: Attisholzareal, Finanzen, Infrastruktur, Mensch, Mobilität und Umwelt und Nachhaltigkeit.

Das eigentliche Leitbild ist dann aber in zehn Fachbereiche unterteilt, wie Infrastruktur, Bevölkerung, Planung oder Finanzen oder Bildung oder Wirtschaft, Arbeit. Zu jedem Themenbereich wurde ein Leitsatz definiert und Massnahmen, welche zur Erreichung des Ziels nötig sind. Das Leitbild sowie die Legislaturziele nach Themenbereichen werden auf der Homepage aufgeschaltet, damit sie der Bevölkerung zugänglich sind.

Wasser und Abwasser

Martin Kaspar (Delegierter) hat im Gemeinderat über die Jahresrechnung von Zaul (Zweckverband Abwasserregion Unterer Leberberg) orientiert. Riedholz ist davon betroffen, weil der Ortsteil Niederwil sein Abwasser in die ARA in Flumenthal führt. Diese wurde vom Gemeinderat genehmigt. Man sei sehr zufrieden damit, wie es bei Zaul laufe, so die Reaktion im Gemeinderat.

Noch nicht ganz klar ist hingegen, in welche Richtung es mit der Gwul (Zweckverband Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg) laufen wird. Gemeinderat Michel Aebi (FDP, Ressort Bau und Werke) informierte seine Ratskollegen über die Ergebnisse der letzten Gwul-Sitzung. Man wolle sich als Erstes innerhalb der Gwul neu organisieren. Das heisst konkret, die Statuten bereinigen und sich neue Strukturen geben.

Heute ist jede Gemeinde anders organisiert und zahlt auch andere Tarife. Die Arbeiten sollen dieses Jahr gemacht werden, sodass in den Budget-Gemeindeversammlungen im Dezember über die neu organisierte Gwul beraten und abgestimmt werden könnte. Ein allfälliger Zusammenschluss mit Wareso (Wasserversorgung Region Solothurn) ist nicht vom Tisch, wird vorderhand aber nicht prioritär vorangetrieben.

Nicht Aufgabe der Repla

Der Gemeinderat hat die Anträge der Repla Espace Solothurn für die Delegiertenversammlung von Mitte Monat besprochen. Dabei ist er zum Schluss gekommen, dass er nicht einverstanden ist mit dem Beitrag an den Spielplatz auf dem Weissenstein. «Das ist nicht Aufgabe der Repla. Der Spielplatz gehört zu einem Restaurantbetrieb», so Jasmine Huber. Sie wird, als Delegierte, den Antrag deshalb ablehnen. Ebenso werde sie demzufolge auch das Budget ablehnen müssen. Zustimmen wir die Gemeinde Riedholz dem Sportkonzept, das erarbeitet werden soll. «Das ist eine Repla-Aufgabe und macht Sinn.»

Der Gemeinderat hat zudem zur Kenntnis genommen, dass die Elcom (eidgenössischen Elektrizitätskommission) nicht alle 650 Netzbetreiber in der Schweiz systematisch überprüfen kann. Das Fachsekretariat der Elcom hat die Eingaben bezüglich der AEK Energie AG zwischenzeitlich geprüft. Es würden sich Fragen stellen, die zu klären seien. (rm)