Recherswil

Das Konzept zu Tempo 30 wird aktualisiert

Der Gemeinderat will an einer Gemeindeversammlung 2020 dem Souverän eine Kostenzusammenstellung vorlegen. (Archiv)

Der Gemeinderat will an einer Gemeindeversammlung 2020 dem Souverän eine Kostenzusammenstellung vorlegen. (Archiv)

Der Gemeinderat Recherswil lässt ein Konzept für Tempo 30 auf Gemeindestrassen auf aktuellen Stand bringen.

154 Personen und damit rund 10 Prozent der stimmberechtigten Einwohner haben in Recherswil ein Postulat zur möglichen Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen unterschrieben. Der Gemeinderat hatte vorgängig diese Initiative bereits für erheblich erklärt. Der Text dieses Postulats lautet: «Wir fordern ein dorfübergreifendes Konzept zur Einführung von Tempo 30.» In seiner Beratung über das weitere Vorgehen konnte der Gemeinderat auf ein vor sieben Jahren durch ein Planungsbüro erstelltes Konzept zur Verkehrsberuhigung zurückgreifen.

Aber jedem der Gemeinderatsmitglieder war klar, dass dieses Planungspapier inzwischen veraltet ist. So beschloss der Rat einstimmig, das vorhandene Konzept auf aktuellen Stand bringen zu lassen. Glücklicherweise habe es in den letzten Jahren auf Gemeindestrassen keinen einzigen Unfall gegeben, der wegen überhöhter Geschwindigkeit entstanden sei, hiess es im Rat.

Um Tempo 30 jedoch in die Tat umsetzen zu können, verlangt der Kanton ein von Fachleuten erarbeitetes verkehrstechnisches Gutachten, eine Unfallstatistik und Geschwindigkeitsmessungen. Da es bei der Temporeduktion auf Quartierstrassen von jetzt 50 auf 30 Stundenkilometer nicht mit dem blossen Aufstellen von Schildern getan ist, will der Gemeinderat an einer Gemeindeversammlung 2020 dem Souverän eine Kostenzusammenstellung vorlegen, die auch die baulichen Massnahmen beinhaltet, und darüber dann beschliessen lassen.

Vorwärts bei den Tagesstrukturen

Gemeinderätin Irene Rüfenacht kommentierte kurz die Arbeit, die in der AG Tagesstrukturen geleistet worden ist. Weil alle Aufgaben weitgehend erfüllt sind, dankte der Gemeinderat der Gruppe, die sich damit zum Jahresende auflöst. Die Sozialkommission wird künftig das Angebot Tagesstrukturen weiter begleiten. Das vorliegende Reglement «Ausrichtung Unterstützungsbeiträge» mit anhängender Verordnung hatte die Verwaltung einem Praxistest unterzogen und einige Ablaufoptimierungen vorgeschlagen.

Beiträge an Familien, die einen Unterstützungsantrag nicht innerhalb der im Reglement festgehaltenen Frist stellen, werden nicht rückwirkend ausbezahlt. Der Maximalanspruch für Subventionsbeiträge beträgt 231 Tage pro Kind und Schuljahr. Je nach Anstellungsvolumen der Eltern wird der Maximalanspruch kleiner. In Kraft gesetzt werden die kommunalen Unterstützungsbeiträge auf 1. Januar 2020, sofern das Reglement zu den Tagesstrukturen an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember 2019 angenommen wird.

Genehmigt und ergänzt wurde gleichfalls die Leistungsvereinbarung mit der KITA Zwergenwelt GmbH, die neben der Kinderbetreuung einen Mittagstisch für Schulkinder führt. Dafür entrichtet die Gemeinde eine Anschubhilfe von 12'000 Franken und eine Pauschale, deren Höhe durch die Sozialkommission beantragt wird.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1