Recherswil

Das Grobprojekt für den Umbau des Schulhauses steht

Schon 2021 soll das Schulhaus fertig um- und angebaut sein.

Schon 2021 soll das Schulhaus fertig um- und angebaut sein.

Der Gemeinderat Recherswil beschäftigt sich mit den Raumbedürfnissen der Schule.

Robert Mathis von der Arbeitsgruppe (AG) Schulraum orientierte den Recherswiler Gemeinderat über den Stand der Dinge bei der Aufstockung des Zwischentraktes und der Sanierung des Schulhauses. «Die Schule hat heutzutage ganz andere Ansprüche an die Schulräume, als noch vor 20 Jahren», sagt Mathis. So brauche es inzwischen zu jedem Schulzimmer auch einen Gruppenraum. Früher hätte man die Kinder zum Arbeiten auch mal in den Gang geschickt. Dies sei aus Brandschutzgründen allerdings nicht zulässig, da der Gang als Fluchtweg fungiere und frei sein müsse.

Die Hauptaufgabe besteht darin, auf den bestehenden Zwischentrakt eine Aufstockung gleicher Grösse durchzuführen, welche in einem Holzbau daherkommt. Der Zeitplan ist dabei sportlich gewählt. Denn der neue Trakt soll bereits im Schuljahr 2021 bezugsbereit sein. In diesem oberen Stock sind drei Klassenzimmer mit jeweils einem Zusatzraum vorgesehen. Eines der Zimmer ist zudem mittels Schiebewand «durchschnitten» für den Fall, dass weiterer Raumbedarf entstehen sollte. Auf dem Dach ist vorsorglich eine Photovoltaikanlage eingeplant. Budgetiert, aber noch nicht bewilligt, seien dafür rund 130'000 Franken. «Hier macht es wesentlich mehr Sinn, als beim Kindergarten. Denn dort hätten wir die Energie gar nicht gebrauchen können», erklärt Mathis.

Die Visualisierung des neuen Verbindungstraktes

Die Visualisierung des neuen Verbindungstraktes

Beim Schulhaus hingegen könne die Energie für Warmwasser oder teilweise für die Heizung gebraucht werden. Weiter soll vis-a-vis vom heutigen Turnhalleneingang eine äussere Verbindungstreppe zum neuen Obergeschoss hinaufführen. Diese soll auf halber Strecke zudem an den unteren Stock angegliedert sein. Die Treppe endet genau in der Mitte des aufgestockten Geschosses und stellt sicher, dass auch von der hintersten Ecke der gesetzlich vorgeschrieben Fluchtweg von 33 Metern gewährleistet ist.

Und die Tagesstrukturen?

Gemeinderat Peter Gehrig (FDP) warf die Frage auf, wie es um die Unterbringung von Tagesstrukturen im Schulhaus stehe. «Wir haben das Thema in der Gruppe diskutiert und sind zum Schluss gekommen, dass wir dafür keinen Platz haben», erklärt Mathis. Vor drei Jahren habe während des ursprünglichen Grobprojektes eine Studie zu den Räumlichkeiten in Recherswil stattgefunden. Darin sei unmittelbar an den Kindergarten angrenzend ein ganzes Gebäude für Tagesstrukturen eingeplant gewesen. «Dies wurde im Gesamtprojekt – salopp gesagt – wieder gestrichen», so Mathis.

Mathis führt weiter aus, dass die Tagesstrukturen mittelfristig daher anders angegangen werden müssten. Gehrig wiederum befürchtet, dass dadurch bald noch weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen könnten: «Ich hätte Mühe damit, wenn es plötzlich heissen würde, dass wir nochmals 1,5 Mio. Franken für ein weiteres Gebäude bräuchten, um Tagesstrukturen zu gewährleisten». Mathis entgegnet, dass er einerseits Verständnis für diese Überlegung habe, aber andererseits auch ein Raumbedürfnis von Seiten der Schule bestehe, welches abgedeckt werden muss. «Wir können nicht zaubern», sagt Mathis.

Auf Nachfrage von Irene Rüfenacht (CVP), weshalb es überhaupt zur Streichung kam, erklärte Mathis, dass er dies nicht beantworten könne, da er dazumal selbst noch nicht involviert gewesen sei. Er vermute allerdings, dass Kostengründe ausschlaggebend waren. So seien die Gesamtkosten zunächst dermassen hoch ausgefallen, dass die Angst vorherrschte, mit dem ganzen Projekt beim Volk durchzufallen.

Für die Stellenbeschreibungen der Ressortleitenden im Rahmen der neuen Gemeindeordnung kommt es zu einer 2. Lesung. Dies, weil es noch diverse Ungereimtheiten gab, welche angepasst und geändert werden mussten.

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