Im Säli des Restaurant Post in Rüttenen versammelten sich die Vertreter der 31 solothurnischen und bernischen Gemeinden und von Regio Energie Solothurn zur 18. Gesellschafterversammlung der GA Weissenstein GmbH. Geschäftsführer Marcel Eheim und GAW-Präsident Walter Keller führten flott durch die Versammlung und versuchten das Jahr der Stagnation, wie im Jahresbericht beschrieben, gut aussehen zu lassen. «Die GAW befindet sich nicht mehr in einem Wachstumsmarkt, sondern muss sich nun in einem Verdrängungsmarkt behaupten», dies die Kernaussage von Eheim.

Weil die GAW aber verschiedene Bereiche bedient, stimmt diese Aussage auch nur teilweise. Der Verlust von Abonnenten in den Hauptbereichen Internet, Telefonie und Digitales Fernsehen schmerze, aber entspreche dem landesweiten Trend. Als Beispiel erwähnt Eheim das Internet. Eine Marktsättigung, viele Mitbewerber und gleichartige Produkte führten zu einem erstmaligen – wenn auch sehr kleinen - Rückgang für die GAW.

Aber die GAW macht auch vorwärts. In den Bereichen Mobile (plus 35 Prozent) und Quickline TV (plus 88 Prozent) können satte Zuwächse verzeichnet werden, wobei im Mobile die Anzahl der Abonnenten noch auf einem tiefen Level ist. Letztlich wird in diesen Märkten der Preis entscheiden. Bereits im Herbst will die GAW neue Produkte anbieten, die für den Konsumenten attraktiver und günstiger sein sollen.

Umsatzplus von 2,8 Prozent

Nichtsdestotrotz wurde mit 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Umsatzplus von 2,8 Prozent realisiert. Der Umsatz liegt bei 24 Mio. Franken und der Gewinn bei 1,073 Mio. Franken. Davon wird eine Dividende von 191'700 Franken ausgeschüttet. Der Rest auf die neue Rechnung vorgetragen. Der Vortrag beträgt nun 3,906 Mio. Franken.

Insgesamt bereits 45 Mio. Franken hat die GAW in den Aufbau eines Glasfasernetzes investiert. Im Berichtsjahr 2018 wurden wiederum der grösste Teil der Investitionen im Umfang von 6,2 Mio. Franken für den Ausbau verwendet. Tätig war man in Biberist, Horriwil, Langendorf, Solothurn und Subingen. Insgesamt hat die GAW nun 9400 Liegenschaften mit 24 900 Anschlüssen für Glasfaser ausgerüstet. Stolz zeigte sich Keller, dass der Aufbau des Glasfasernetzes bisher ohne Fremdkapital ausgekommen sei.

Dabei sah die Planung dies bis spätestens 2015 vor. Nun könnte sich das aber ändern. In diesem Zusammenhang müssten die Gesellschafter eventuell mit einer Dividendenkürzung rechnen. Organisatorisch fällt eine Änderung auf. Neben dem Verkauf wurden die neuen Funktionen Infrastruktur und Kundenbetreuung geschaffen. Der Vorstand wurde mit Karen Bennett aus Zuchwil ergänzt.