Attisholz Süd
Das «einzigartige Projekt» schreitet voran — Kläranlage verwandelt sich zum Verweilort

Die Gemeinderatskommission liess sich detailliert über die Bauarbeiten entlang der Aare informieren. Am intensivsten wird im Moment rund um den Attisholzplatz gearbeitet. Dort soll die ehemalige Kantine im Sommer 2019 als Gastronomiebetrieb eröffnet werden.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Das Baugesuch für den Umbau der Kläranlage folgt voraussichtlich bis Ende Monat.

Das Baugesuch für den Umbau der Kläranlage folgt voraussichtlich bis Ende Monat.

Hansjörg Sahli

Nicht nur Biogen baut auf dem Areal Attisholz Süd, auch entlang der Aare wird intensiv gearbeitet. Die Gemeinderatskommission Luterbach (GRK) liess sich an ihrer letzten Sitzung von Thomas Schwaller (Hochbauamt Kanton Solothurn) informieren. Anlass dazu war die Sperrung des Uferweges für ein Jahr.

Schwaller machte klar, dass diese Sperrung unumgänglich ist. «Es ist zu gefährlich, Fussgänger und Velofahrer auf das Areal zu lassen, solange wir am Bauen sind.» Er versprach aber auch, dass der Weg entlang des Ufers und die Brücke, die den Nord- und den Südteil miteinander verbindet, so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. «Wir hoffen, dass wir nicht das ganze Jahr brauchen.»

Entlang der Aare wurden bereits die ersten Rodungsarbeiten ausgeführt. Die sogenannten Fenster, Öffnungen im Ufergehölz, die den Blick auf die Aare erlauben, seien jetzt sichtbar. Mitte April wird mit den Revitalisierungsarbeiten in der Aare begonnen. Weiter sind die Rohplanien erstellt und ein Grossteil der Leitungen wurde eingezogen. Am intensivsten wird zurzeit rund um den Attisholzplatz gearbeitet. Dort steht die ehemalige Kantine, die im Sommer 2019 als Gastronomiebetrieb eröffnet werden soll.

Kläranlage wird umgenutzt

Der Uferpark ist öffentlich zugänglich und soll auch als Naherholungsraum dienen. Ende Monat dürfte auch das Baugesuch für die Umnutzung der ehemaligen Kläranlage eingereicht werden. «Die Kläranlage ist riesig», so Schwaller. Die Anlage soll nicht rückgebaut, sondern zu einem urbanen, begehbaren Begegnungs- und Verweilort für Jung und Alt umgenutzt werden. Im westlichsten Anlageteil sollen Spielmöglichkeiten für Kinder eingerichtet werden. Weiter sollen in den verschiedenen Kammern der ehemaligen Kläranlage begehbare Gärten- und Wasserlandschaften sowie eine Allmend mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten entstehen. «Das Projekt ist einzigartig, und ich bin überzeugt, dass dies ein attraktiver Aufenthaltsort wird», so Schwaller.

Abschluss Mitte 2019

Mitte dieses Jahres soll die Erschliessung Ost des Areals betriebsbereit sein. Der neue Kreisel auf der Kantonsstrasse wurde schon vor längerer Zeit gebaut, und die Aarestrasse, die parallel zur Aare läuft, ist ebenso im Bau, wie die Attisholzstrasse, die zu Biogen führt. Schwaller hofft, dass auch der Uferweg und die Revitalisierungsarbeiten bis Ende Jahr abgeschlossen werden können. Voraussichtlich im April 2019 ist die Kantine umgebaut, und die Kläranlage könnte dann auch bereits im Sommer 2019 der Öffentlichkeit übergeben werden.