Feldbrunnen-St.Niklaus

Das Dorf soll sich entwickeln können

Der Gemeinderat diskutierte über das räumliche Leitbild. (Archiv)

Der Gemeinderat diskutierte über das räumliche Leitbild. (Archiv)

Der Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus hat sich ein zweites Mal mit dem räumlichen Leitbild befasst. Dieses war schon in der letzten Sitzung Thema.

Nachdem dort viele interessierte Einwohnerinnen und Einwohner zusahen und zuhörten, diskutierte der Rat dieses Mal ohne Gäste.

«Die Diskussion war kontrovers», berichtet Gemeindepräsidentin Anita Panzer auf Anfrage. Dabei sei klar zutage gekommen, dass der Gemeinderat die Besorgnis der Einwohner in Sachen Bevölkerungswachstum verstehe. «Es ist eine gewisse Baumüdigkeit zu spüren», so Panzer. Das habe sich auch mit der Annahme des neuen Raumplanungsgesetzes gezeigt. Für den Gemeinderat sei klar, dass das Dorf nicht um jeden Preis wachsen solle. «Aber es muss sich entwickeln können.» Wichtig sei, dass die Schule weiterhin im Dorf bleibt. «Uns fehlt erschwinglicher Wohnraum für Familien mit Kindern.» In der letzten Sitzung war von 1300 Einwohnern die Rede, die dereinst in Feldbrunnen wohnen könnten. «Wir haben diese Zahl auf maximal 1200 korrigiert.»

«Kein Todesstoss für Schule»

Schulraum für Familien könnte nach Ansicht des Gemeinderates nahe beim Schulhaus, nämlich auf einem Teil der heutigen Sportwiese, geschaffen werden. Das würde eine Umzonung bedeuten. Dieser müsste wiederum der Kanton zustimmen. Immerhin gehört das Land der Gemeinde, sodass diese mitbestimmen könnte, wie überbaut wird, etwa mit einem Gestaltungsplan.

Anita Panzer widerspricht im Übrigen der Aussage, dass die Umzonung eines Teils der Sportwiese der Todesstoss für die Schule sei. «Ganz im Gegenteil. Wohnraum für Familien in der Nähe der Schule würde diese erhalten.» Es gehe zudem nur um eine moderate Fläche nördlich der Möslistrasse. Was dort verloren ginge, würde im Westen nördlich des Feuerwehrmagazins kompensiert und wieder dem Sportplatz zugeschlagen. Das Feuerwehrmagazin bleibt unangetastet.

Weil ein Gemeinderat den Antrag stellte, die Prüfung einer Umzonung aus dem Leitbild zu nehmen, wurde über diesen Punkt abgestimmt. Das Resultat fiel mit 6:1 Stimmen klar für die Prüfung aus.

Das räumliche Leitbild ist noch nicht vom Gemeinderat verabschiedet worden. Im April ist ein Infoabend für die Bevölkerung geplant, an dem das Papier nochmals vorgestellt werde. Danach wird es der Gemeindeversammlung vorgelegt und ist nach der Genehmigung behördenverbindlich. (rm)

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