Gemeindepräsidenten
Das Busangebot im Wasseramt soll verbessert werden

Die Wasserämter Gemeindepräsidien lassen sich über erste Ideen für die Überprüfung des Busangebotes informieren.

Rahel Meier
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Bus in Kriegstetten: Eine Busanbindung könnte für weitere Gemeinden im Wasseramt Wirklichkeit werden.

Bus in Kriegstetten: Eine Busanbindung könnte für weitere Gemeinden im Wasseramt Wirklichkeit werden.

Rahel Meier

Im Wasseramt dürfte es schon bald Verbesserungen im öffentlichen Verkehr geben. Noch ist die Arbeit an der «Überprüfung Bus Region Solothurn» nicht ganz abgeschlossen. Die Verantwortlichen wollen sie aber nach den Sommerferien in die Vernehmlassung geben. Der Zeitpunkt für die Überprüfung sei günstig. Die Siedlungsentwicklung zeige, dass Gebiete wie «Riverside», «Weitblick» und das Attisholz-Areal dringend besser erschlossen werden sollten. Weiter gebe es Arbeitsplatzgebiete wie das Schöller-Areal oder die ehemalige Papierfabrik Biberist, die man anbinden möchte. Dabei denke man in drei Zeithorizonten: Kurzfristig (2020), mittelfristig (2025) und langfristig (ab 2030).

Grundsätzlich lasse sich heute schon sagen, dass die Linien 1, 2, 4, 5 und 7 praktisch unverändert bleiben. Eine Idee sei es aber, die Linie 16 (die heute als sogenannter Schülerkurs vom Steinhof über Aeschi und Oekingen bis nach Subingen fährt) so schnell wie möglich auszubauen. In den Spitzenzeiten sollte im Halbstundentakt gefahren werden. So könnten auch Pendler den Bus vermehrt nutzen. Die Buslinie sollte so fahren, dass Umsteigen in Aeschi oder in Kriegstetten möglich sei, um mit dem öffentlichen Verkehr bis nach Zürich oder Bern zu fahren.

Querverbindungen anbieten

Viele der Massnahmen, die angedacht sind, lassen sich erst mittelfristig umsetzen, erklärte Roland Haldemann (Bahn+Bus-Beratung AG). So stelle man sich vor, dass man die heutigen Linien 3, 6 und 9 miteinander verknüpfen und teilweise neu führen könnte. Daraus ergäbe sich eine Verbindung, die von Lohn nach Biberist, Zuchwil, Luterbach und schliesslich bis nach Riedholz führt.

Damit wären «Biogen» und das Attisholz-Areal angebunden. In Riedholz wäre das Umsteigen auf das «Bipperlisi» möglich, das bis dann im Viertelstundentakt bis Oensingen fahren sollte. Unbedingt nötig sei eine gute Anbindung des Bahnhofes Gerlafingen im Viertelstundentakt, da die S-Bahn von dort aus nach Bern fahre. Verbesserungen sind auch in Derendingen nötig, das heute schlechte Verbindungen im Fernverkehr hat.

«Sicher wird auch weiter über die geforderten Tangentialverbindungen im Wasseramt diskutiert», meinte Haldemann. Beinahe unbestritten sei die Verbindung von Derendingen bis zum Bahnhof in Luterbach. Deitingen und Subingen Nord seien aber heute ebenfalls nicht mit dem Bus erschlossen. Auch Oekingen würde man gerne ins Busnetz integrieren. «Von Deitingen aus könnte man zudem ebenfalls mit dem Zug weiter bis nach Olten fahren.»

Im Kerngebiet in der Stadt Solothurn und in Zuchwil möchte man zwei Stadtbuslinien fahren lassen. «Damit könnten die anderen Buslinien, die manchmal übervoll sind, entlastet werden.»

Polizei markiert Präsenz

Manfred Rhyn (Polizeichef Region Mitte) und Urs Schmid (Chef Regionenpolizei) referierten über das Thema «Sicherheit an Veranstaltungen». Seit eineinhalb Jahren ist ein neues Gesetz in Kraft und seither sind die Gemeinden zuständig für die Bewilligung eines Anlasses. «Schauen sie genau hin», forderten sie die Gemeindepräsidenten auf. Ausserdem baten sie darum, von jeder bewilligten Veranstaltung eine Kopie zu erhalten. «Es macht unsere Arbeit einfacher.»

Zudem wiesen sie darauf hin, dass die Polizei gerne helfe, das Sicherheits- und das Verkehrskonzept bei Anlässen zu beurteilen. «Sie sind diejenigen, die einen Anlass bewilligen. Wir geben nur Empfehlungen ab, wenn wir das Gefühl haben, dass es bei einem Anlass Probleme geben könnte», machten die beiden Polizisten aber auch klar. Eine Gemeinde könne zudem Auflagen machen, damit die Sicherheit gewährleistet sei. Für die Schweiz gebe es zurzeit keine konkreten Bedrohungen. Aber es gebe immer wieder Situationen – wie gerade zurzeit – mit Märetfest, Fussball-WM und kantonalem Turnfest, die vermehrte Präsenz der Polizei fordern würden.

Freie Spitexwahl

Claudia Hänzi (Amt für soziale Sicherheit) zeigte einige der bevorstehenden Änderungen im Gesundheits- und Sozialgesetz auf. Es geht dabei unter anderem um die Restkostenfinanzierung bei der Spitex. Es gebe eine Mustervereinbarung, die den Gemeinden die Verhandlungen mit den Spitexorganisationen einfacher machen sollte. Eine wichtige Änderung sei, so Hänzi, dass künftig «subjektbezogen» abgerechnet werde. Das heisst, dass die Klienten die Spitex frei wählen können.

Immer wieder ein Thema seien auch die Wegkosten. Der Kanton habe ein Drittel in der neuen Pauschale eingerechnet. Ein Drittel sollte der Patient bezahlen und den Gemeinden wird empfohlen, das letzte Drittel zu übernehmen. Das Gesetz wird laut Hänzi voraussichtlich am 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Dann gebe es eine Übergangsfrist bis 2021.