Katholische Synode
Das Budget ist positiv, der Finanzplan ungewiss

In der Katholischen Synode gibts nach der Demission der Präsidentin einen Chargenwechsel.

Agnes Portmann-Leupi
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Urs Umbricht, Vizepräsident und Ressortleiter Finanzen, die scheidende Präsidentin Bernadette Rickenbacher und Kurt von Arx, neuer Präsident der Synode.

Urs Umbricht, Vizepräsident und Ressortleiter Finanzen, die scheidende Präsidentin Bernadette Rickenbacher und Kurt von Arx, neuer Präsident der Synode.

Agnes Portmann-Leupi

Kurt von Arx musste den 94 Stimmberechtigten und Gästen der Synodalversammlung in Selzach als neuer Präsident nicht gross vorgestellt werden. Seit 18 Jahren gehört der Egerkinger dem Synodalrat an, davon sechs Jahre als Vizepräsident und als Ressortleiter Finanzen. Er tritt die Nachfolge von Bernadette Rickenbacher an, die im August aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen ihre Demission eingereicht hatte.

Dieser Entscheid sei ihr nicht leicht gefallen, meinte die Zurücktretende, nicht zuletzt, weil sie im Jahr 2014 als erste Frau an die Spitze der Synode gewählt wurde. Urs Umbricht, Lohn-Ammannsegg, der seit sechs Jahren das Ressort Kommunikation und Öffentlichkeit leitet, übernimmt das Amt des Vizepräsidenten und des Ressortleiters Finanzen. Die Versammlung wählte die beiden Neuchargierten einstimmig und mit grossem Applaus.

Kirchgemeinden bezahlen weniger

Verwalter Dominik Portmann präsentierte das Budget 2017 der Synodalrechnung bei einem Aufwand von 2.85 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 31'640 Franken. Der Synodenbeitrag der Kirchgemeinden kann von 0.5 auf 0.47 Prozent und der Regionalbeitrag für die Anderssprachigenseelsorge von 3.8 auf 3.6 Prozent reduziert werden. Die Beiträge der Kirchgemeinden reduzieren sich somit um rund 57'000 Franken. In den Ertragsausgleichsfonds ist keine Einlage vorgesehen.

Auch das Budget 2017 der Finanzausgleichsrechnung weist bei einem Aufwand von 2.86 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von 24'499 Franken aus. Dies nach geplanter Einlage - erstmals wieder seit Jahren - von 160'000 Franken in den Ertragsausgleichsfonds. Für die Umsetzung des Pastoralen Entwicklungsplans (PEP) werden ab 2017 nur noch 40 Prozent (Vorjahre 80 Prozent) übernommen. Einstimmig und ohne Wortmeldung hiessen die 79 Stimmberechtigten das Budget der Synodal- und Finanzausgleichsrechnung gut.

Erschwerte Planung wegen USR III

«In den Planrechnungen 2018 bis 2020 resultieren bei gleichbleibenden Beiträgen kleine Ertragsüberschüsse», sagte der Verwalter. Wegen der ungewissen Zukunftsentwicklung beim Staatssteueraufkommen, der Gastarbeitersteuerbasis sowie der Unternehmenssteuerreform III (USR III) seien die Zahlen aber vorsichtig zu interpretieren. Kurt von Arx sprach von einer kritischen Situation und versicherte, dass sich die Siko (Solothurnische interkonfessionelle Konferenz) sehr intensiv damit beschäftige.

Richard Tschol, Präsident der Kirchgemeinde Kriegstetten-Gerlafingen stellte die Entschädigung der Religionsstunden im Zentrum für Sonderpädagogik Kriegstetten in Frage. Diese Kosten von rund 7000 Franken entrichte heute die Kirchgemeinde. Er bittet den Synodalrat zu prüfen, ob diese Kosten die Synode übernehmen könnte. So handhabe es auch die reformierte Synode.