Lüsslingen-Nennigkofen

Das Budget 2020 zeigt ein Plus, wenn auch nur ein kleines

Die Investitionen der letzten Jahre, beispielsweise in die Mehrzweckhalle, schlagen sich in den Abschreibungen nieder.

Die Investitionen der letzten Jahre, beispielsweise in die Mehrzweckhalle, schlagen sich in den Abschreibungen nieder.

Nach intensiven Diskussionen konnte das ursprüngliche Defizit in einen Ertragsüberschuss verwandelt werden. Der Gemeinderat Lüsslingen-Nennigkofen ist zufrieden.

In der ersten Version wies das Budget für die Einwohnergemeinde Lüsslingen-Nennigkofen einen Aufwandüberschuss von knapp über 300'000 Franken aus. Nach einer intensiven Debatte und Anpassungen durch die Finanzverwaltung wird nun ein Ertragsüberschuss von 18'990 Franken ausgewiesen. Gemeindepräsidentin Susanne Rufer zeigte sich dementsprechend zufrieden. Immerhin ist das erste Budget, das sie an einer Gemeindeversammlung präsentieren darf, im positiven Bereich.

Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Aufwand von 5,710 Mio. Franken und einem Ertrag von 5,729 Mio. Franken ab. Die Investitionen belaufen sich auf 1,272 Mio. Franken, bei Einnahmen von 155'000 Franken. Die Arbeiten für den Anschluss an den Zase (Zweckverband Abwasser) werden erst im Jahr 2020 fertiggestellt, deshalb muss ein Teil des bereits bewilligten Verpflichtungskredites ins Budget 2020 übernommen werden. Effektiv belaufen sich die Nettoinvestitionen deshalb nur auf 480'000 Franken.

Der Bildungsbereich wird etwas teuerer

3,877 Mio. Franken werden durch Steuern eingenommen. Der Steuerfuss bleibt bei 115 Prozent. Nur gerade 3 Prozent aller Einnahmen entfallen auf die juristischen Personen. Die Bildung ist frankenmässig das grösste Konto. Zusätzlich sind die Kosten in diesem Bereich für 2020 um 3 Prozent angestiegen. Dies hat diverse Gründe. Unter anderem steigt die Zahl der Schüler in der Sek P, und es werden neue Laptops für die Schule angeschafft. In allen Spezialfinanzierungen wird ein Aufwandüberschuss ausgewiesen. Dieser kann mit dem bestehenden Eigenkapital gedeckt werden. Weil in den letzten Jahren einiges investiert wurde, haben die Abschreibungen um knapp 180'000 Franken zugenommen. Dafür befinde sich die Infrastruktur in einem sehr guten Zustand.

«Auf den letzten Drücker», wurde der Veloweg zwischen Lüsslingen und Solothurn fertiggestellt. Noch fehle allerdings der Deckbelag, der erst nächstes Jahr aufgebracht werde, wie Ressortleiter Tobias Bucher im Gemeinderat erklärte. Auch gebe es noch einen unschönen hohen Absatz auf Höhe des Römerweges. Bucher fragt nach, ob dieser noch abgeschwächt, oder spätestens mit dem Einbringen des Deckbelags, verkleinert wird.

Bauarbeiten hinken dem Zeitplan hinterher

Weniger Freude hat der Gemeinderat am Stand der Bauarbeiten für den Anschluss der Ara an den Zase. «Die Leitung sollte bis zum 22. November fertig eingebaut sein. Aber es fehlen noch diverse Stücke», erklärte Bucher. Da die Leitung durch den Kanton gebaut wird, hat der Gemeinderat wenig Einfluss auf den Verlauf der Bauarbeiten. Auch hier wird nachgefragt, denn «wenn in der Ara etwas kaputt geht, dann müssen wir unnötig viel Geld in die Hände nehmen».

Esther Isch Luginbühl informierte zudem über die geplante Erweiterung der Kiesgrube Haulital in Lüterkofen. Der Gemeinderat hatte befürchtet, dass die Erweiterung das Trinkwasser für Lüsslingen-Nennigkofen beinträchtigen könnte. «Die Verantwortlichen haben sich viel Mühe genommen, dies abzuklären. Unsere Wasserversorgung wird nicht beeinträchtigt», so Isch. Sie werde sich aber die Unterlagen nochmals genau ansehen.

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