Lohn-Ammannsegg

Das Baugesuch für das Lohner Hochhaus ist eingereicht

Der Vorplatz des einstöckigen Anbaus mündet direkt aufs RBS-Perron.

Der Vorplatz des einstöckigen Anbaus mündet direkt aufs RBS-Perron.

Das Baugesuch für ein Wohn- und Dienstleistungsgebäude in Lohn-Ammannsegg ist aufgelegt.

Die Bemühungen des Unternehmers Andreas Wyss (Wyss Zäune AG), ein Hochaus auf seinem Areal beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen zu realisieren, gehen in eine entscheidende Phase. Im Gemeindehaus Lohn-Ammannsegg ist das Baugesuch für ein neunstöckiges Wohn- und Dienstleistungsgebäude aufgelegt. «Es ist lange genug gegangen, bis es jetzt endlich so weit ist», sagt Andreas Wyss.

Das Projekt sei vom Kanton und Raumplanern begleitet worden und werde von dieser Seite sehr positiv betrachtet. Erfreulich sei zudem, so Architekt Fred-Marc Branger, dass bei der Auflage des Gestaltungsplanes keine Einsprache aus der Bevölkerung gekommen sei. Die Einsprachen der unmittelbaren Nachbarn seien sofort gütlich geregelt worden.

Auf der Wiese links von den Bahngleisen kommt der Bau zu stehen. Das Areal gehört zur Wyss Zäune AG.

Auf der Wiese links von den Bahngleisen kommt der Bau zu stehen. Das Areal gehört zur Wyss Zäune AG.

Konkret sind laut Baugesuch ein neunstöckiger Baukörper sowie östlich anschliessend ein einstöckiger Anbau von noch grösserer Grundfläche geplant. Der einstöckige Baukörper ist für Dienstleistungsbetriebe reserviert. «Wir haben noch keine Mieter gesucht, aber der Standort ist natürlich ideal für eine Praxis für Ärzte, Zahnärzte oder Physiotherapie», erklärt Andreas Wyss. Der Vorplatz des Anbaus mündet direkt in die Perronerweiterung des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) beim Bahnhof Lohn-Lüterkofen.

Geplant ist eine Unterführung

Im Wohnhochhaus werden im Parterre drei Wohnungen sowie ein Gemeinschaftsraum ausgewiesen. Die folgenden Stockwerke haben je vier Wohnungen, meistens 3,5-Zimmer-Wohnungen. Im obersten Geschoss sind wiederum drei Wohnungen geplant. Zusammen ergibt dies 34 Wohnungen.

So wird das Gebäude von der Seite aus ausschauen

So wird das Gebäude von der Seite aus ausschauen

Die Wohnungen werden laut Andreas Wyss allesamt vermietet. Das Untergeschoss beherbergt neben anderem eine grosse Tiefgarage mit 56 Einstellhallenplätzen. Oberirdisch sind weitere 15 Parkplätze geplant.

Die einzelnen Stockwerke haben eine Höhe von jeweils 2,88 Meter. Der Dachrand erreicht eine Höhe von 28,09 Meter. Auf dem Dach ist die Installation einer Photovoltaikanlage geplant. Damit wird das Hochhaus unwesentlich weniger hoch als mit 29 Metern laut Gestaltungsplan möglich gewesen wäre.

Im Westen der Liegenschaft ist kurz vor dem Biberenbach eine Fussgänger-Unterführung der Geleise der RBS geplant. «Wir haben dafür Land an die RBS abgegeben», berichtet der Unternehmer.

Die Behindertenorganisation Procap stehe mit RBS in Kontakt, dass allenfalls ein Lift bei der Unterführung installiert wird. Sollte das Baugesuch genehmigt werden, wird nochmals eine Planungsphase für die Ausschreibung nötig. «Baubeginn ist frühestens Ende 2016», berichtet Andreas Wyss.

Initialzündung

Das Projekt von Andreas Wyss ist von der Planungszone ausgenommen, welche die Gemeinde über das Gebiet beim Bahnhof erhoben hat. Die Begründung laut Auflagebericht zur Planungszone lautet, dass das Hochhaus der erwünschten Entwicklung im Perimeter entspreche.

Der Bahnhof Lohn-Lüterkofen soll als «Tor vom und zum Bucheggberg» sowie als Aufenthalts-, Dienstleistungs- und Umsteigeraum besser wahrgenommen werden. Das Hochhaus gebe die Initialzündung für die weitere Entwicklung. Zusätzlich wird die Verkehrssituation rund um den Bahnhof verändert. Verbesserungen sind vor allem für die Velofahrer und die Fussgänger vorgesehen.

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