Castingshow

Das Abenteuer «The Voice» ist für Solothurnerin zu Ende

Petra Wydler ist am Donnerstag in der 2. Runde von «The Voice of Germany» gegen einen Österreicher angetreten. Obwohl Coach Samu Haber begeistert von ihrem Auftritt war, entschied er sich für ihren Kontrahenten.

In den «Blind Auditions» von «The Voice of Germany» überzeugte Petra Wydler aus Zuchwil Samu Haber. In den nachfolgenden «Battles» musste sie nun gegen ein anderes Teammitglied antreten. Ihr Gegner: Der 35-jährige Chris Bertl aus einem Dorf in der Nähe von Wien.

Er Österreicher, sie Schweizerin, der Coach Finne; das gibt wohl kein deutsches Lied, haben die Kontrahenten gedacht. Es kam anders. Der von Coach Samu ausgewählte Song war «Dein Ist Mein Ganzes Herz» von Heinz Rudolf Kunze.

Heinz Rudolf Kunze - Dein ist mein ganzes Herz 1985

Heinz Rudolf Kunze - Dein ist mein ganzes Herz 1985

«Ich finde deutsche Lieder super», sagt Petra Wydler. Der Schlagersong sei einfach ziemlich unerwartet gekommen. Sie habe das Lied vorher nicht gekannt. Entsprechend enttäuscht sei sie vom ersten Coaching gewesen. «Wir bekamen den Song, hörten ihn einmal und mussten gleich singen.» Dass sei schwierig und auch «peinlich» gewesen.

«Wir konnten ja nicht anders»

Nachdem Chris und sie «den ersten Schock» überwunden hatten, hätten sie sich reingehängt, meint Petra. «Wir konnten ja nicht anders.» Eine Woche verging zwischen dem ersten Coaching mit Samu Haber und der Aufzeichnung des «Battles». Jeden Tag gab es Treffen mit Gesangscoaches, ein Interview oder Dreharbeiten. Die letzten beiden Tage wurde es dann ruhiger. «Die ‹Battles› wurden über drei Tage aufgezeichnet. Unseres war am letzten Tag dran, deshalb hatten wir zwei Tage frei», erklärt die 28-jährige Musiklehrerin.

Petra und Chris im Battle

Petra und der quirlige Chris, der in den «Blind Auditions» mit «Rise like a Phoenix» von Conchita Wurst überzeugte, waren die ganze Zeit zusammen unterwegs. «Ich habe ihn sehr gerne, er ist mit seiner aufgedrehten Art aber auch recht anstrengend». Am letzten Tag brauchte Petra dann eine Pause. «Ich habe mich einen Tag im Hotelzimmer verbarrikadiert, um zur Ruhe zu kommen und mich in das Ganze hinein zu fühlen.»

Mit dem herannahenden «Battle» stieg auch die Nervosität. «Ich war aber nicht so nervös wie bei den Blinds», verrät Petra Wydler. Sie wusste, dass sie nicht alleine auf der Bühne stehen würde. Zudem hatte sie schon etwas erreicht und konnte alles Weitere als Zugabe betrachten. Ein grosser Unterschied bedeutete auch die im Vergleich zu den Blind Auditions veränderte Atmosphäre im Studio. Das Publikum darf klatschen und es gibt eine Moderation.

Emotionales «Battle»

Der Auftritt gelang von A bis Z; ein emotionales «Battle» mit Tanzeinlage. Am Schluss glänzten bei beiden Tränen in den Augen. «Um die Gefühle zu transportieren, muss man sich gut in den Song hineinfühlen», so die leidenschaftliche Sängerin. Am Schluss war ich sehr froh, dass wir es fehlerfrei geschafft haben. Da löste sich die ganze Anspannung.» 

Petra und Chris im Battle

Auch Samu Haber zeigte sich begeistert. Er fieberte mit und kam zum Schluss: «Das ist mein neuer Lieblingssong.» Er war voll des Lobes für beide Kandidaten. «Ich liebe deine Stimme, Petra. Und Chris ist mein Schlagerkönig aus Österreich.» Samu will seinem Bauchgefühl und Herzen folgen – und entscheidet sich für Chris.

Das bedeutet das Aus für Petra bei «The Voice of Germany». Sie sei sehr zufrieden mit ihrer Leistung, sagt sie. Eine Prise Enttäuschung schwingt dennoch mit. Petra hatte bereits vor dem Auftritt vermutet, dass der schräge Schlager-Vogel Chris weiterkommt. Vor allem, als sie Chris' Auftritt in der ersten Runde nochmals anschaute und Samu Haber mit «Team Schlager» für sich warb. Damals fiel übrigens auch der Satz der Entscheidung schon einmal: «Schlager ist dein Ding. Folge deinem Herzen und deinem Bauchgefühl.» In den «Battles» vertraute der Coach auf seine eigene Aussage. 

Fanpost und Anfragen

Petra Wydler kann das Abenteuer in Berlin trotz allem positiv abschliessen. Für sie ist es «völlig ok, dass es an dieser Stelle endet. Wenn man sich meldet, möchte man so weit kommen wie möglich. Für mich war wichtig, dass ich alles gegeben habe.» Daran sei es sicher nicht gescheitert.

«Es war eine coole Erfahrung, die Teilnahme hat sich für mich mehr als gelohnt», meint die 28-Jährige. Ganz besonders freut sie sich über Fanpost, die sie bekommen hat. «Ich habe sehr viele Nachrichten und Briefe erhalten.» Zudem kamen auch zwei, drei Anfragen rein. Und ihre Schüler hätten richtig mitgefiebert.

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