Die Jahresrechnung 2016 verzeichnet in Lüsslingen-Nennigkofen ein sehr gutes Resultat. Das Ergebnis präsentiert sich mit einem Ertragsüberschuss von 44'521 Franken wesentlich besser als das Budget, welches einen Aufwandüberschuss von 76'390 Franken erwartete. Grund dafür sind in erster Linie die höheren Steuererträge, aber auch Minderaufwände in verschiedenen Bereichen, etwa in der Sozialen Sicherheit, sowie einmalige ausserordentliche Erträge.

Das operative Ergebnis von 733'681 Franken lässt zusätzliche Abschreibungen zu, wovon der Gemeinderat vollumfänglich Gebrauch machen möchte. 411'000 Franken sollen zusätzlich abgeschrieben werden. Zusätzlich enthält das Rechnungsergebnis eine Vorfinanzierung für die Sanierung der Mehrzweckhalle. Die Heizung im fast 40-jährigen Bau wurde bis anhin nur saniert und sollte nun ersetzt werden. Zwar kann die nötige Heizleistung technisch noch erbracht werden, allerdings werden dabei die Anforderungen der Luftreinhalteverordnung nicht mehr eingehalten.

Gleichzeitig sollte auch die Gebäudehülle – also Dach, Wärmedämmung und Fenster – renoviert werden. Zur Zeit laufen die ersten Arbeiten zur Konzepterarbeitung und Projektplanung. Angesichts des sehr guten Rechnungsergebnisses 2016 schlägt der Gemeinderat nun vor, eine Vorfinanzierung für diese anstehende Investition zu bilden, und zwar in der Höhe von 490'000 Franken zu Lasten der Rechnung 2016.

Im Finanzplan ist ein Totalbetrag von 800'000 Franken für das Gesamtprojekt Mehrzweckhalle vorgesehen, wobei dieser Betrag voraussichtlich eher die untere Grenze darstelle, so Gemeinderätin Brigitte Rohrbach.

Abzüglich Abschreibungen und Vorfinanzierung resultiert in der Jahresrechnung das Nettoergebnis von 44'521 Franken, welches vollumfänglich dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Das Eigenkapital beläuft sich somit auf 1,23 Millionen Franken. Vizegemeindepräsident Rolf Iseli, der die Sitzung leitete, unterstrich: «Das ist zwar ein sehr gutes Resultat. Man muss sich aber auch bewusst sein, dass viel Ausserordentliches darin vorkommt.» Auch Finanzverwalterin Béatrice Marti machte darauf aufmerksam, dass das Resultat mit Vorsicht zu geniessen sei und wies auf kommende Investitionen – insbesondere eben die Mehrzweckhalle – hin.

Im Weiteren stellte sich Priska Schneider als neue Verwaltungsangestellte vor. Sie wurde als Nachfolgerin von Livio Carcò gewählt und wird nach den Sommerferien ihre Tätigkeit auf der Gemeindeverwaltung aufnehmen.