Das allein machte schon gute Laune: 10 Prozent der stimmberechtigten «Höferinnen und Höfer» nahm an der Budgetgemeindeversammlung teil. Einstimmig genehmigte das 42-köpfige Plenum alle Anträge des Gemeinderates rund um den Haushaltsvoranschlag 2016 mit einem Aufwand von 3,19 Mio. und einem Ertragsüberschuss von 35 643 Franken.

Einzig mit der Höhe der Hundesteuer von 120 Franken war ein Anwesender nicht einverstanden. «Wir dürfen in ein gutes kommendes Jahr blicken, denn dank der finanziell noch gültigen Besitzstandswahrung aus der Fusion unserer drei Dörfer, sowie mit der neuen Schülerpauschale und dem künftigen Finanz- und Lastenausgleich Fila verfügen wir über ein kleines Polster», beurteilte Gemeindepräsident Thomas Fischer die erfreuliche Lage der Gemeinde.

Denn allein der Fila führt zu einem Bilanz-Plus von 603 000 Franken gegenüber 218 500 Franken in der laufenden Periode.

Aufgaben der nächsten Jahre

Rolf Gerber erläuterte als Verantwortlicher im Bauressort die Vorhaben der nächsten Jahre, für die alle Gesamtkredite bewilligt wurden. Die Beteiligung der Gemeinde für die 2018 vorgesehenen Instandsetzungsarbeiten bei Belag und Fugen an der SBB-Überführung Richtung Halten im Gesamtbetrag von 550 000 Franken beträgt mit Planungskosten 109 400 Franken.

Die auf mindestens drei Jahre bezifferte Ortsplanungsrevision wird 75 000 Franken beanspruchen. Den Ersatz des 33 Jahren alten Mannschaftstransporters für einen Kredit von 50 500 Franken stellte der neue Feuerwehr-Chef Marco Frei vor.

Dank einer Subvention von 35 Prozent beträgt die effektive Belastung der vorfinanzierenden Gemeinde rund 33 000 Franken. Auf der Grundlage von drei Offerten wurde die Anschaffung eines Peugeot ins Auge gefasst.

Schliesslich sorgten der Gemeindepräsident und Fiko-Präsident Christof Kaufmann für Klarheit bei der vorgesehenen Anpassung der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO). Für alle im kommunalen Dienst Mitarbeitenden soll sie bezüglich Stundenlohndefinition oder Taggeldern vor allem fair sein.

Die Anpassung führt nicht zu Erhöhungen. Die Versammlung unterstützte das Vorhaben einstimmig und mit dem Votum «... dies ist ein positives Signal für Neueinsteiger in öffentliche Aufgaben».

Zugestimmt wurde auch der Übertragung der Anlassbewilligungen auf die Gemeinde. Angestrebt ist ein einfaches «Handling» mit dem Nebeneffekt, dass diese Bewilligungen gegenüber den bisherigen kantonalen Tarifen deutlich günstiger ausfallen.

Beispielsweise erhalten die Organisationen «Estrich» in Winistorf und das Näijerehus in Hersiwil Jahresbewilligungen für 100 Franken. «Uns liegen die kulturelle Vielfalt und das Vereinswesen am Herzen», begründete der Gemeindepräsident dies.

Druck wird kleiner

Yvonne Fürst, als neue Verantwortliche für das Ressort Bildung, ging auf den aktuellen Stand der Dinge um die Regionalschule äusseres Wasseramt (rsaw) ein. Neu liegt ein ausführliches Gutachten der Beratungsfirma Kontextplan zu den Schulstrukturen und -standorten vor.

In den nächsten Tagen wird dieser Bericht auf der Homepage der Schule zu lesen sein. Auslöser für diese Beurteilung waren Kosten und Lehrerpensen. «Inzwischen hat sich der Druck auf die Schulorganisation unserer fünf Gemeinden aber gelockert», so Fürst.

Denn die Schulfinanzierung durch Schülerpauschalen habe «Dampf aus dem Getriebe» genommen. «Wir werden gemeinsam mit unseren Schulpartnern im Verlauf des kommenden Jahres eine Entscheidung für die Zukunft treffen», bekräftigte Thomas
Fischer.