Hubersdorf
CVP-Generalversammlung: Ortspartei sorgt sich trotz aktuell guter Situation um ihre Zukunft

Die CVP Hubersdorf stellt mit drei von fünf Sitzen in Gemeinderat und Kommissionen jeweils die Mehrheit. Trotzdem: Grosse Wahlkämpfe kennt das Dorf schon lange nicht mehr.

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CVP Hubersdorf Guido Zeltner ist seit 33 Jahren Ortsparteipräsident

CVP Hubersdorf Guido Zeltner ist seit 33 Jahren Ortsparteipräsident

Lucien Fluri

Parteipräsident Guido Zeltner freute sich am grossen Interesse der Parteimitglieder und begrüsste an der Generalversammlung der CVP Hubersdorf auch herzlich eine Delegation der CVP Flumenthal. In seinem Jahresbericht blendete Zeltner auf die Ergebnisse des vergangenen Wahljahres zurück. Stolz hielt er fest, dass die kantonale CVP offenbar die Talsohle durchschritten hat und nun ihr Wähleranteil wieder ansteigt.

Im eigenen Dorf ist die Situation deutlich besser. Die CVP stellt mit drei von fünf Sitzen in Gemeinderat und Kommissionen jeweils die Mehrheit. Trotzdem: Grosse Wahlkämpfe kennt das Dorf schon lange nicht mehr. Die Ortsparteien müssen im Gegenteil gezielt nach Mitbewohnern Ausschau halten, die sich für ein Engagement für die Gemeinde im Nebenamt bereit erklären. Die Ortspartei sorgt sich trotz der aktuell guten Situation um ihre Zukunft und entwickelt daher im Parteivorstand Planungsaktivitäten, die sich mit längerfristigen Zielen auseinandersetzen.

Der Kassabericht rundete das positive Bild des Präsidenten zur Partei ab. Zwar gab es für einmal ein kleines Minus in der Jahresrechnung von 834 Franken. Dieses Defizit war jedoch der Neuausgabe des Dorfführers geschuldet, den die Partei jeweils zu Beginn einer neuen Amtsperiode verfasst und herausgibt. Doch der Kassenstand belegt, dass die Parteikasse noch über gute Reserven verfügt.

Die Zukunft planen

Im zweiten Teil des Abends informierte Gemeindepräsident Gregor Schneiter über laufende Aktivitäten im Gemeinderat sowie ein begonnenes Zukunftsprojekt für die Gemeinde. Schneiter betonte eingangs die Wichtigkeit von Ortsparteien für die Rekrutierung der Gemeindegremien. Wenn es landauf landab zu Gemeindefusionen kommt, fehle es nie am Geld – es fehle immer am Personal. Ohne Freiwillige keine Gemeindeautonomie, lautete sein Resümee. Und was die Freiwilligen in ihrer Freizeit leisten, zeigte seine Pendenzenliste aus dem Gemeinderat eindrücklich.

Grösster Brocken ist derzeit die Wasserversorgung. Die eigene Wasserversorgung ausbauen, oder den Ausbauschritt der Gruppenwasserversorgung mitgehen, lautet die Frage, die nächstens zu klären ist. Sogar eine Auflösung der Gruppenwasserversorgung zugunsten eines Anschlusses an den Wasserverbund Region Solothurn AG steht im Raum. Und Wasserprobleme gibt es auch in anderer Form, wie Überschwemmungen im Bereich der Kreisschulbauten und Waldacker Anfang Jahr dramatisch zeigten.

Daneben laufen Vorarbeiten zur Ortsplanung. Und dazu hat der Gemeinderat eine ganze Wunschliste parat. Zum Beispiel strebt er eine verdichtete Bauweise für den Ortskern an, um so neuen Raum für zusätzliche Bauplätze zu schaffen. Denn die Gemeinde verharrt schon seit Längerem auf der gleichen Grösse von rund 750 Einwohnern.

Mit einer Zukunftsplanung bis zum Jahr 2030 möchte der Gemeinderat die mittel- und langfristige Entwicklung des Dorfes an die Hand nehmen. Stichworte dazu sind beispielsweise ein modernes Gemeindemanagement mit Führungsleitsätzen für die Gremien, die weitere Professionalisierung der Verwaltung, eine stärkere Entwicklung der Themen Kultur und Soziales. Gemeinsames Ziel all dieser Aktivitäten ist der langfristige Erhalt der Gemeindeautonomie. (swh)

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