Derendingen/Luterbach
Credit Suisse baut auf ehemaligem Schoeller-Areal eine riesige Halle

Die alten Gebäude auf dem ehemaligen Schoeller-Areal in Derendingen und Luterbach werden abgerissen, um Platz für den Neubau eines Logistikcenters zu machen. Bereits wurden erste Erdarbeiten ausgeführt.

Urs Byland
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Im Hintergrund wird die grossflächige Industriehalle mit der Sheddachkonstruktion abgerissen.

Im Hintergrund wird die grossflächige Industriehalle mit der Sheddachkonstruktion abgerissen.

Urs Byland

Auf dem früheren Schoeller-Areal sind Vorarbeiten für einen Hallenneubau im Gange. Der alte Schuppen sowie die alte Shedhalle wurden oder werden abgerissen. Erdarbeiten sind nötig, unter anderem auch, damit das Konzept für das Regenrückhaltebecken eingehalten werden kann. Dieses wird sich künftig unter der Halle befinden. Nach Meinung von Derendingens Bauamtsleiter Roger Spichiger muss der Zugang gewährleistet bleiben.

Im Jahr 2012 wurde der bestehende Gestaltungsplan über das Areal abgeändert. Neu wurde ein mögliches Baufeld von maximal 200 mal 100 Meter sowie ein weiteres mögliches Baufeld von maximal 51 mal 91 Metern definiert.

Das erstgenannte Baufeld wird nun mit dem Hallenneubau genutzt. Der Neubau für ein Logistikcenter hat die Ausmasse von 195 Metern Länge und 97 Metern Breite. Die Gebäudehöhe, ursprünglich sah der überarbeitete Gestaltungsplan 18 Meter vor, soll 16,2 Meter betragen. Die Kritik im Mitwirkungsverfahren, welches Ende 2011 durchgeführt wurde, hatte sich für die Einwender ausbezahlt. Die Halle wird im Westen des Geländes zum Kanal hin erstellt.

Trotz deren Länge von fast 200 Metern soll der Abstand zum Fuss- und Radweg Dr.-Probst-Strasse 55 Meter betragen. In Bezug auf die Erschliessung wird die Luterbachstrasse im Bereich der Einfahrt für die Fahrzeuge, welche vom Kreuzplatz kommen, eine dritte Spur erhalten.

Abwanderungsgelüste

Grundeigentümerin ist die Credit Suisse. Sie baut die Halle für die Bedürfnisse der bereits ansässigen DHL Logistics AG, einem Güterbeförderungsbetrieb. Dies bestätigt Eva Randegger, Mediensprecherin von Real Estate Investment Management der Credit Suisse AG. Damit dürften auch die Abwanderungsgelüste der Firma DHL, zur Diskussion stand vor Jahren eine Ansiedlung in Niederbipp oder Oensingen, ad acta gelegt sein.

Die Credit Suisse dürfte für die Halle, so eine Schätzung von Baufachleuten, 30 bis 40 Millionen Franken aufwenden. Bereits in einem Jahr soll die Halle aufgebaut sein.

Steuererträge werden geteilt

Das Schoeller-Areal wird seit 150 Jahren von der Industrie genützt und gehört zu den prioritären Gebieten in Bezug auf Umstrukturierung und Arbeitsplatzentwicklung in der Region Solothurn. Mit dem Areal eng verbunden sind zudem die wertvollen und erhaltenswerten Siedlungsstrukturen des östlich gelegenen Quartiers «Elsässli». Besonders ist die Tatsache, dass das Areal zu zwei Dritteln auf Luterbacher und zu einem Drittel auf Derendinger Boden liegt.

Die Erschliessung erfolgt indes hauptsächlich über Derendingen, welches die entsprechenden Nachteile tragen muss. Deshalb sollen die Steuererträge aus dem Gebiet zwischen den Gemeinden hälftig geteilt werden.

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