Die Chräbschilbi bietet etwa 60 Ständen Platz. Darunter befinden sich Angebote wie Crêpes- und Eisverkäufer oder auch Kleider- und Spielwarenstände. «Der Zauber soll erhalten bleiben mit den Zuckerwatten- und Lebkuchenständen. Wir versuchen jedes Jahr, einen guten Mix zusammenzubringen», erklärt Roger Gerber, Aktuar der Kilbikommission. Die Kilbi soll nicht zu einer Gewerbeausstellung werden. Stände mit handwerklichen Arbeiten aus Holz oder Stahl haben allerdings einen Pluspunkt bei der Auswahl.

Heutzutage sei es jedoch schwer, da ein Stand an der Kilbi einen grossen personellen und zeitlichen Aufwand bedeutet, so Gerber. Die Chräbschilbi findet dieses Jahr im gleichen Rahmen statt wie seit 500 Jahren. «Wir wollen bewusst nicht am Erfolgsrezept herumschrauben», so Gerber. Das schätzen auch die Besucher der Chräbschilbi: Debora Wüthrich aus Solothurn kommt hauptsächlich an die Chräbschilbi, um alte Freunde nach den Ferien wieder zu treffen. «Es ist jedes Jahr dasselbe, aber ich komme immer wieder gerne.», erzählt sie. Das vielseitige Essen sage ihr zu, und man könne die regionalen Vereine, die einen Stand haben, unterstützen. In den drei Tagen finden meist rund 10 000 Leute den Weg ins Dorf, schätzt Gerber.

Allgemein kann man eine umweltfreundliche Tendenz vom Auto weg erkennen. Die Besucher kommen vermehrt mit dem Velo. Früher wurden für die Chräbschilbi mehr Parkplätze benötigt. Die Besucher hatten dieses Jahr grösstenteils Glück mit dem Wetter. «Am besten ist wechselhaftes Wetter. Das treibt die Leute einerseits in die Zelte hinein, aber auch wieder aus den Zelten heraus», so Gerber.

Die Kilbikommission trifft sich etwa vier Mal pro Jahr. Die fünfköpfige Gruppe zählt auf erfahrene Leute, was kurze und intensive Sitzungen ermöglicht. Der Präsident der Kilbikommission, Jörg Maibach, feiert dieses Jahr sein 20-Jahr-Jubiläum. Beim Risottoessen am Samstag wurde er vom Gemeindepräsidenten für seinen Einsatz verdankt. Die Kommissionsmitglieder Werner Schneider (Bau), Simeon Knöpfli (Sicherheit) und Jürg Zumsteg (Gemeindearbeit) bringen ebenfalls einige Jahre an Erfahrung mit. «Jeder weiss, was er macht. Die Aufgaben sind klar verteilt», erzählt Gerber, der selbst seit 2008 in der Kilbikommission mitwirkt. Es sei eine strenge Zeit, aber die Leute geben ihr Bestes.