Oberdorf

Chor SongTrain zieht es nach Amerika

Die Sängerinnen und Sänger tummeln sich unter anderem in den Hinterhöfen New Yorks.

Die Sängerinnen und Sänger tummeln sich unter anderem in den Hinterhöfen New Yorks.

Der SongTrain konzertierte in Oberdorf in der Kächschür und sang amerikanische Klassiker, sowie bekannte Melodien aus dem Musical «West Side Story».

Der Titel «Go West» prägt das Programm des SongTrain Chors Oberdorf. «Welcome Ladies and Gentlemen. Wir laden Euch ein, mit uns über den Grossen Teich zu kommen – trotz allem», eröffnet Chormitglied und Leiterin Administration Lisa Kölliker den Abend und erntet dafür erste Lacher. Unter der Leitung von Peter Orlando, begleitet von der Hausband unter Bandleader Ueli Steiner, spielt der erste Teil des Konzerts in den Hinterhöfen New Yorks. Das Musical «West Side Story» von Leonhard Bernstein erzählt die Geschichte um zwei Banden in den 1950er Jahren und basiert auf William Shakespeares Drama Romeo und Julia.

Die einheimischen Jets und die immigrierten Sharks streiten um die Vorrechte in ihrem Bezirk. «Die Thematik mit verschiedenen Ethnien hat bis heute nicht an Aktualität verloren», so Lisa Kölliker. Im Zentrum stehen jedoch Tony und Maria, die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben, ohne zu wissen, mit wem sie es zu tun haben.

«Maria» ist das erste Lied, in dem der SongTrain sein Können zum Besten gibt. Bei diesen harmonischen Melodien läuft einem ein Schauer über den Rücken. Mit den unvergesslichen Songs von «I like to be in America» über «I have a love» bis hin zu «Somewhere» klingt es mal rassig und wild, dann wieder sanft und melancholisch. Ob der Chor ein Lieblingslied hat? «Ich glaube das kann man nicht sagen. Das ist bei jedem anders. Ich persönlich mag das Lied ‹I feel pretty›», erklärt Chormitglied und Sponsorenverantwortlicher Hans Jehle.

Westwärts, quer durch das Land

Die aufwendige Slideshow von Walter Uebelhart begleitet den Zuschauer durch den Abend. Sei es mit Bildern zu «West Side Story», mit Beschreibungen der Liederinhalte oder mit Informationen zu den Interpreten.

Im zweiten Teil geht die Reise weiter westwärts mit einem bunten Strauss von amerikanischen Liedern und Country Songs wie «Amazing Grace», «Me and Bobby Mc Gee» bis zu «San Francisco». Beim letzten Programmpunkt «Amarillo» stimmen die Zuschauer mit Klatscheinlagen ein. Dem Chor ist Freude und Spass bei der Zugabe «Cotton Fields» anzusehen und so werden sie erst nach der dritten Zugabe entlassen.

Jedes Jahr ein neues Projekt

Der Chor besteht seit mehr als 20 Jahren und zählt zur Zeit 50 Sängerinnen und Sängern aus der Umgebung Solothurns. «Wir wollen nicht mehr grösser werden. Es existiert sogar eine Warteliste für die Frauenstimmen, Männerstimmen sind hingegen immer willkommen», erklärt Bernhard Zellmeyer, Chormitglied und PR-Verantwortlicher.

Der SongTrain erarbeitet jedes Jahr in wöchentlichen Proben projektartig Lieder zu einem bestimmten Thema. «Wir versuchen immer alles passend zum Motto zu gestalten, wie beispielsweise die Bar und die Snacks», erklärt Jehle.

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