Langendorf
Büsi-Freunde machen sich stark: «Sie gehören einfach zur Migros!»

Dass die beiden Katzen Max und Hugo jetzt quasi Hausverbot im Migros Langendorf haben, hat die Büsi-Freunde auf den Plan gerufen. Jetzt gibt es sogar eine Facebook-Gruppe, die sich für den Verbleib der Tiere einsetzt.

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Facebook-Gruppe für die Migros-Katzen

Facebook-Gruppe für die Migros-Katzen

screenshot/az

Derzeit befinden sich die beiden Migros-Katzen Max und Hugo in einem Tierheim. Geht es nach deren Fans sollen die Tiere aber ganz rasch wieder ins Einkaufszentrum zurückkehren.

Nur wenige Stunden nachdem bekannt wurde, dass die Katzen quasi Hausverbot haben, ist am Donnerstagabend die Facebook-Gruppe «Pro Büsi im Ladedorf Langedorf ...» erstellt worden. Schon jetzt zählt sie knapp 900 Mitglieder (Stand: 8. Mai, 11.30 Uhr). Sie alle setzen sich dafür ein, dass die Büsis weiterhin im Ladendorf Langendorf bleiben dürfen. Ihrer Meinung nach soll keine neue Lösung gesucht werden, so wie die Migros entschieden hat.

«Diese Katzen gehören zum Migros Langendorf!!!!! Traurig so etwas», meint Mitglied Thomas. Diese Ansicht teilen noch zahlreiche weitere. Ein Besuch im Einkaufszentrum ohne Büsis mache nun keinen Spass mehr, schreibt Barbara.

Wie es zum Entscheid kam

Die Besitzerfamilie hätte die Katzen gerne behalten. Zum Wohle der Tiere hat sie sich aber - in Absprache mit der Migros Aare - dazu entschlossen, für Max und Hugo ein neues Plätzchen weit weg von Langendorf zu finden. Im Tierheim soll nun für sie ein neues Zuhause gesucht werden.

Da die Katzen im Migros-Restaurant von den Kundinnen und Kunden intensiv überfüttert wurden, hatten sie oft mit Magenproblemen zu kämpfen und mussten zum Tierarzt gebracht werden.

Wenn die Besitzer die Katzen nach Hause holten, liefen sie direkt wieder ins Einkaufszentrum. (ldu)

Die Mitglieder sind sich einig: Die Katzen haben niemandem etwas getan, niemanden gestört. Sie sind lieb, haben vielen Freude bereitet - besonders behinderte Leute hätten grosse Freue gehabt. Das Theater um die Tiere können sie nicht verstehen.

Einige kritische Stimmen werden dennoch laut. Man sieht ein, dass die Katzen bezüglich Lebensmittelgesetz und Hygienevorschriften nicht gerade unproblematisch sind. «Entweder gehört so ein Tier in einen Haushalt oder nach draussen. Aber sicherlich nicht in ein Einkaufszentrum!», meint Roland.

Unerkannt und friedlich

In Erinnerung an die Begegnungen mit Max und Hugo werden in der Facebook-Gruppe zahlreiche Fotos gepostet. Da sitzen die beiden auf Gartenmöbel, lassen sich streicheln, streunen durchs Restaurant, oder schlafen auf einer Badematte. Manche fragen sich aber, ob es den beiden zum Verhängnis wurde, dass zu viele Leute Fotos gepostet haben. «Sonst wären sie vielleicht unbekannterweise noch friedlich dort.»

Hände desinfizieren

Helen hat einen Vorschlag für die Migros: Man solle doch beim Eingang einfach einen Ständer mit Handdesinfektionsmittel hinstellen. Für Vera sollte es obligatorisch sein, sich die Hände zu desinfizieren. «Die Büsis sind viel sauberer, als manch andere Leute in der Migros». (ldu)