Petition

Bushaltestelle Schreinerei in Recherswill kann noch nicht aufgegeben werden

Opposition in Recherswil gegen die geplante Aufhebung einer Bushaltestelle.

Opposition in Recherswil gegen die geplante Aufhebung einer Bushaltestelle.

Die vom Gemeinderat Recherswil im Rahmen des Budgets 2021 eingeplante Einsparung einer Bushaltestelle hat im Dorf zu Opposition geführt. Nun wird aber klar, dass im nächsten Jahr die Aufhebung der Haltestelle gar noch nicht möglich ist.

Kaum veröffentlichte diese Zeitung im Zusammenhang mit dem Budget 2021, dass die Bushaltestelle Schreinerei eingespart werden soll, wurden Recherswilerinnen und Recherswiler aktiv. Gut 50 Personen unterzeichneten einen Brief an den Gemeinderat, in dem dieser gebeten wird, auf diesen Entscheid zurückzukommen. An der Gemeinderatssitzung informierte Gemeindepräsident Hardy Jäggi, dass die Aufhebung nicht auf 2021 möglich ist, sondern erst 2022. Nun soll diese Frage genauer geklärt werden, und die Baukommission soll eine Bedarfsabklärung machen.

Irene Rüfenacht sprach deshalb von einem Glücksfall. «Wir erhalten Zeit zum Abklären. Für mich ist klar, dass die Haltestelle erhalten werden soll. Aber müssen wir sie dann zahlen?» Davon sei auszugehen, so Jäggi. Christian Erzer bezweifelte, dass die Haltestelle nötig ist. Schlussendlich war man sich aber einig, dass der Bedarf der Haltestelle genau abgeklärt werden soll.

Kreisoberschule kostet über 2 Prozent mehr

Eingeschoben wurden an der Sitzung mehrere Bildungstraktanden. Weil das Budget der Kreisoberschule um mehr als 2 Prozent ansteigt, muss es von den drei Gemeinden an ihren Gemeindeversammlungen behandelt werden. Ein Grund für den Anstieg ist die Schülerzahl. Die 20 zusätzlichen Schüler machen eine Klasse aus. In der Kreisschule (Primarstufe) will der Gemeinderat 85 Prozent der Lektionen in der Speziellen Förderung ausschöpfen. Man will dieses Instrument gezielt und nicht mit der Giesskanne einsetzen.

Der Gemeinderat spricht sich zudem für Klassen mit einem Jahrgang oder Mischklassen aus. Reine Jahrgängerklassen würden eine optimale Organisation, die auch finanziell tragbar ist, erschweren. Auch in Bezug auf die Frage, ob die 1.- und 2.-Klässler die Schule im Dorf besuchen müssen, zeigt sich der Gemeinderat flexibel. «Wir schauen, was Sinn macht», so Jäggi. Die 1.- und 2.-Klässler sollen primär im Dorf die Schule besuchen. Wenn eine andere Lösung gefragt ist, soll zuerst abgeklärt werden, ob es Eltern hat, die den Schulbesuch ihrer Kinder im Nachbardorf befürworten. Reissen alle Stricke, «müssen wir einen neuen Vorschlag bringen», so Jan Flückiger, Ressort Bildung.

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