31 Millionen Euro
Busbauer Hess erhält Grossauftrag aus Frankreich

Die französische Stadt Nantes bestellt beim Bellacher Fahrzeughersteller Hess ein Elektro-Bus-System im Wert von rund 31 Million Euro. Bisher waren auf der Linie Gasbusse im Einsatz. Ein Unterauftrag geht an ABB.

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Visualisierung des 24.5 Meter langen Hess-E-Bus für Nantes.

Visualisierung des 24.5 Meter langen Hess-E-Bus für Nantes.

zvg

Mit dieser Investition werde die Fahrgastkapazität pro Bus um 35 Prozent erhöht, teilt die Carrosserie Hess AG mit. «Durch die Elektrifizierung der bisherigen Gasbuslinie profitieren die Anwohner von wesentlich weniger Lärm und die Umwelt von ausbleibenden CO2 - und Abgasemissionen.» Ein wesentlicher Unterauftrag geht an ABB in Baden und Turgi.

Das Hess-E-Bus-System besteht aus 20 Doppelgelenkbussen und Schnellnachladestationen entlang der Linie. Die Buslinie verbindet das historische Zentrum von Nantes mit den südlich der Loire gelegenen Gemeinden. «Dank zwei gelenkten Achsen, verfügt das 24,5m lange Fahrzeug über die gleiche Wendigkeit wie normale Gelenkbusse», schreibt das Bellacher Unternehmen.

Der Aluminium-Wagenkasten ist modular aufgebaut und als Trolley oder Hybridbus bereits in Zürich, Luzern, Genf, St. Gallen und Luxemburg im Einsatz.

Die Schnellnachladestationen und die dazugehörige Einrichtungen stammen von ABB. Während des Ein- und Aussteigens der Fahrgäste wird das Fahrzeug lau Hess an ausgewählten Haltestellen in nur 20 Sekunden mit genügend Energie für Antrieb und Komfortsysteme versorgt. Ähnliche Systeme sind bereits für Gelenkbusse nach Genf und Bern in der Realisierung. (mgt)

Schnellnachladestation von ABB in Genf bei 18,7m Hess-E-Bus im Einsatz

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