Etziken
Bunt und fröhlich war nicht nur das Liederbouquet am Sängertreffen

Acht Vereine und zwei Gastchöre sangen am Sängertreffen des Sängerverbandes Wasseramt-Solothurn-Lebern.

Agnes Portmann-Leupi
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Der Männerchor Etziken unter der Leitung von Robert Flury hat als Gastgeberchor das Sängertreffen eröffnet.

Der Männerchor Etziken unter der Leitung von Robert Flury hat als Gastgeberchor das Sängertreffen eröffnet.

Agnes Portmann-Leupi

«Und fröhliche Menschen.» Damit erweiterte der Präsident des organisierenden Etziker Männerchors, Samuel Fuhrer, das Motto des Sängertreffens «Bunte Farben – Frohe Lieder». Bunt und froh hörte sich nicht nur das Liederbouquet – fern vom Wettbewerbsgedanken – der acht Verbandsvereine und der zwei Gastchöre an. Farbig und ideenreich präsentierte sich auch die geschmückte Mehrzweckhalle. An der Decke baumelten alte Holzleitern. Behangen mit vielen bunten Musiknoten symbolisierten sie die Tonleitern.

Die Lesekörbe, gefüllt mit Sonnenblumen, zierten die Leitern vor der Bühne. Eingebettet in blumiger Harmonie ruhten neben der Bühne – nach dem Einmarsch begleitet mit Trompete und Klavier – die Vereinsfahnen. Mit dieser Blumenpracht bewiesen die Etziker Männerchörler ihre grünen Daumen, war sie doch das Ergebnis der im Frühling eigenhändig ausgesäten Samen.

Die Präsidentin des Sängerverbandes Wasseramt-Solothurn-Lebern, Edith Ursprung, thematisierte in ihrer Begrüssung das Motto: «Jede Farbe hat eine andere Wirkung auf unsere Psyche und unseren Körper.» Sie zog daraus Schlüsse auf das Singen und munterte zu leidenschaftlichem, erfrischendem und ansteckendem Gesang auf.

Gefühlsbetonte Vorträge

Der Gastgeberchor Etziken (Leitung Robert Flury) entführte als erster in die abwechslungsreiche Liederwelt und begeisterte mit dem Fliegermarsch aus der Operette «Der fliegende Rittmeister» und dem Ohrwurm «Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett». In klassische Gefilde begab sich der Männerchor Lohn-Ammannsegg (Anita Wenger) mit Franz Schuberts «Die Nacht», gefühlvoll in Piano gesungen, sowie der Hommage auf den Rebensaft, dem «Winzerchor». Melodiös erklangen die Volkslieder des Gemischten Chores Biberist (Maija Breiksa) aus Griechenland, Georgien und Lettland.

Das Handwerk des Kaminfegers verdeutlichte ausdrucksstark der Frauenchor Lohn-Ammannsegg (Regina Rast) mit dem «Spazzacamin». Ein Gast erfüllte prompt die Bitte der Sängerinnen nach einem Likörchen im fröhlich vorgetragenen «Ein Likörchen für das Frauenchörchen». Der Männerchor Chutz Langendorf (Doris Däster) bekundete voller Inbrunst ihre Freude über «Ich hab das Fräul’n Helen baden sehn». «Damals gab es weder Tankinis, Bikinis noch Burkinis», meinte dazu Urs Schaad. Erfrischend, voller Poesie und trockenem Humor moderierte er das Konzert.

«Gaudeamus» zu später Stunde

Melancholisch und lieblich trug der gemischte Chor «amici del canto» Riedholz (Anita Wenger) den «Frühlingsgruss» und «Abschied vom Walde» vor. Frisch und fröhlich ertönten die Ohrwürmer «Lollipop» und «Barbar’Ann» vom Frauenchor Gerlafingen (Robert Flury). Den Abschluss der Verbandsvereine machte der Männerchor Frohsinn Drei Höfe (Hanni Boner) mit «Auf der Roseninsel» und «Funiculi-Funicula».

Grossen Applaus ernteten auch die beiden Gastvereine, die zum abwechslungsreichen Programm beitrugen. Mit «Griechischer Wein» und «Can’t help falling in love» gefiel der Kirchenchor Aeschi (Robert Flury). Die Altherren der Gesangsverbindung Technikum Burgdorf (Heinz Aellen) beeindruckten mit ihrem Studentenlieder-Potpourri, in welchem auch das berühmte «Gaudeamus» nicht fehlte. Sein inhaltlicher Aufruf «Lasst uns fröhlich sein» schien überflüssig. Die Stimmung war gehoben, und der Sängertag endete erst zu später Stunde mit Gemütlichkeit und Gesang, begleitet von den Etziker Solisten an Piano, Akkordeon und Gitarre.

Veteranenehrung
50 Jahre: Vroni Wyder (Frauenchor Gerlafingen), Werner Späti (Männerchor Frohsinn Drei Höfe), Theo Kaiser (Gemischter Chor Biberist).
60 Jahre: Robert Schläfli (Männerchor Frohsinn Drei Höfe).

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