Langendorf

Bundesfeier: Gemeinde soll weiterhin ein stabiler Boden bleiben

Bauernsekretär Peter Brügger sprach über die Bedeutung des Bodens.

Bauernsekretär Peter Brügger sprach über die Bedeutung des Bodens.

Bei der Bundesfeier der Gemeinde stand der Boden als Bedeutungsträger in mehrerlei Hinsicht im Zentrum. Die Gemeinde Langendorf sei ein stabiler Boden - diese Eigenschaft soll nicht verloren gehen.

Standesgemäss war Gemeindepräsident Hans-Peter Berger für die Eröffnungsrede der traditionellen Bundesfeier besorgt, die auch in diesem Jahr von den Pistolenschützen Langendorf kulinarisch umrahmt wurde. Auf die Hauptrede des Tages hinführend, welche im Anschluss von Peter Brügger, Sekretär des solothurnischen Bauernverbandes, gehalten wurde, räumte Berger der Bedeutung des Bodens im übertragenen Sinn ein paar Worte ein. Es sei nicht selbstverständlich, dass er als Mensch auf festem Boden stehen könne, was er verschiedenen Umständen zu verdanken habe. Der wichtigste dieser Umstände sei die Tatsache, dass er in einem sicheren und wirtschaftlich stabilen Land geboren sei, auf neutralem Boden, ohne Angst vor kriegerischen Konflikten haben zu müssen.

Und so sei auch die Gemeinde Langendorf ein guter Boden, der mit guten Vereinen, Schulen und einer guten Infrastruktur genutzt werden dürfe und könne. Die grösste Herausforderung, die es weiterhin zu meistern gilt, sei, den gesellschaftlichen Frieden zu gewährleisten. Damit dieser nicht gefährdet werde, seien alle gefordert: die Politik, die Wirtschaft, die Finanzwelt und nicht zuletzt die Einwohner und Einwohnerinnen dieses Landes.

Heimat als Boden für den Mensch

Mit der einleitenden Frage, was denn der Begriff Heimat überhaupt bedeute, brachte Peter Brügger den rund 100 anwesenden Bürgern den Begriff Boden unter dem landwirtschaftlichen Aspekt näher. Der Nationalfeiertag solle die Möglichkeit bieten, sich darüber Gedanken zu machen. So sei die Heimat ein Ort, an man sich wohlfühle und die eigenen Wurzeln habe, der Boden von uns Menschen.

Auf die Bedeutung des Bodens eingehend, machte Brügger deutlich, dass es sich beim Boden als Ernährungsgrundlage um ein begrenztes Gut handelt, was zwangsläufig zu Konflikten führt. Deswegen sei es essenziell, sich die Frage zu stellen, wie viel Boden dafür vonnöten ist, genau wie für die Mobilität und die Freizeitbedürfnisse des Menschen. Zentral sei dabei, dass der Boden als Entwicklungspotenzial für die kommenden Generationen fungiere, deren Entscheidungsfreiheit bezüglich dieses Guts durch die Entscheidungen unserer Generation massiv beeinträchtigt werde. Dabei gelte es auch jenem Boden Aufmerksamkeit zu schenken, der vom Bauer gepachtet wird und im Gegensatz zum überbauten Boden so hinterlassen wird, wie er angetreten worden ist.

Als Folgerung des Ganzen – gerade in Anbetracht der internationalen kostspieligen Geschäfte mit der Ressource Boden – wollte Brügger das langfristige Bewusstsein schaffen, den Boden mit Sorgfalt und effizient zu behandeln, sodass die nachkommenden Generationen so viel wie möglich vom jetzigen Boden werden zehren können.

Meistgesehen

Artboard 1