Riedholz

Bürgergemeinden fördern die Dorfgemeinschaft

In einigen Bürgergemeinden werden Waldrundgänge angeboten. (Archiv)

In einigen Bürgergemeinden werden Waldrundgänge angeboten. (Archiv)

Früher nahmen Bürgergemeinden viel soziale Verantwortung wahr. Heute erbringen sie neben der Waldpflege kulturelle Leistungen – in den Gemeinden.

60 Personen besuchten die 22. Generalversammlung des Verbandes der Bürgergemeinden und Waldeigentümer aus den Bezirken Solothurn, Lebern und Wasseramt. Sie beschäftigten sich mit dem Jahresleitthema «Kulturelle Leistungen der Bürgergemeinden».

Vier Referenten zeigten auf, wie sich Bürgergemeinden mit um Gemeinschaftssinn, Erlebnis und Begegnung in ihren Dörfern verdient machen können. Alexander Stüdeli (Bellach) berichtete über Entstehung und Organisation der «Chürbisliecht-Nacht am Bäucher Weiher». Mit grossem Publikumsinteresse hat dieses Event schon zwei Mal stattgefunden und wird im kommenden Herbst wiederholt.

Manfred Burki (Lohn) erzählte von seiner Bürgergemeinde, die Waldrundgänge, themenreiche Spaziergänge etwa mit «Chrüter-Oski» und Marc de Roche, einen dorfhistorischen Rundgang unter Leitung von Stefan Luterbacher sowie Waldpflege- und Pflanztage anbietet. Rolf Ochsenbein (Etziken) zeigte auf, wie seine Bürgergemeinde seit 2013 im «Gmeinwärch» Jung und Alt der Einwohnerschaft zu vielgestaltigen Arbeitseinsätzen im Wald mit beachtlicher Beteiligung einlädt. Allen drei Beispielen ist gemeinsam, dass der dörfliche Zusammenhalt auch bei zahlreichen, mit Imbiss zelebrierten Treffpunkten gepflegt wird. Das gemeinsame Schaffen erfülle die Menschen, die einen veränderten Blick auf ihren Heimatort gewännen, waren sich die Bürgergemeinde-Präsidenten einig.

Geri Kaufmann stellte als Bürgerschreiber in Aeschi das zweimal jährlich erscheinende Info-Blatt «9 Minuten» vor, das an die Bevölkerung der Fusionsgemeinde verteilt und begeistert aufgenommen wird. Behandelt werden darin Belange der drei Dorfteile, das Sanierungsvorhaben in der Steinhofer Kapelle, der Lichteranlass rund um den Aeschisee in der Adventszeit und auch die dort zur Instandstellung der Uferwege erfolgreiche Zusammenarbeit mit der bernischen Nachbarschaft. Alle vier Redner betonten, dass die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu den Aktivitäten der Bürgergemeinden positiv ausfielen.

Neuer Fachmann im Vorstand

Verbandspräsident André Hess (Langendorf) leitete zügig durch den geschäftlichen Teil. Kassier Fritz Zimmermann erläuterte die Jahresrechnung mit einem Aufwand von rund 16 000 Franken aber mit Minus durch den in Beteiligung an der Aare-Holz AG entstandenen Liquidationsverlust von 4412 Franken. Einstimmig gebilligt wurde das Budget 2017 mit einem Aufwand von rund 14'000 Franken inklusive Vorfinanzierung der Sonderschau «Kraftortwald» für die HESO 2018.

Die Versammlung wählte den Forstingenieur ETH, Patrick von Däniken (Bellach), in den siebenköpfigen Vorstand. Die Wahl wurde nötig, weil der bisherige Verbandsgeschäftsführer Geri Kaufmann demissioniert hat. Seine für den Verband seit 2011, laut Würdigung Hess, «wiederbelebende» Arbeit in Administration und ideenreichen Aktivitäten wie Organisation von Sonderschauen, Ausstellungen und vielen Projekten verdankte das Plenum. «Mit seiner Hilfe gelang es, unseren Regionalverband funktionstüchtig zu halten.»

Innovative Bürgergemeinden

Vom Dachverband BWSO überbrachte Präsident Konrad Imbach (Biberist) Grüsse. Mit der Suche nach geeigneter Nachfolge machte er auf seinen bevorstehenden Rücktritt aufmerksam. Imbach warb für die Informationstagung am 2. Mai, 19.30 Uhr, im «Sternen», Kriegstetten, zum wichtigen Thema Waldbewirtschaftung im Wasseramt. Der Regionalverband wies ausserdem auf seinen Informationsabend am 27. April und neben einer noch undatierten Einladung der Bürgergemeinde Solothurn auf den «Feierabend-Treff» am 16. November hin. Im Nachklang zur Liquidation «Aareholz» lud Thomas Studer (Selzach) zur Generalversammlung der nachfolgenden «Genossenschaft Aare-Holz» am 19. Mai ein.

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