44 Stimmberechtigte besuchten die Bürgergemeindeversammlung in Deitingen. Sie genehmigten die Rechnung, die in der Bürgerrechnung mit einem Aufwandüberschuss von 373'535 Franken abschliesst. Auch die Forstrechnung weist einen Aufwandüberschuss von 16'147 Franken aus. In der Kiesrechnung ergibt sich dafür ein Ertragsüberschuss von 732'751 Franken. Die Aktiven der Bürgergemeinde Deitingen belaufen sich per Ende 2017 auf ein Vermögen von 12,76 Mio. Franken.

Die Stimmberechtigten genehmigten darum einen Kredit über 181'000 für einen Studienauftrag für die Überbauung des Gebietes Stöcklimatt. Seit Jahrzehnten befasst sich die Bürgergemeinde Deitingen mit der Parzelle GB Nr. 242, auf welcher in den Neunzigerjahren eine Überbauung geplant war, welche jedoch an der Urne verworfen wurde. Der Gestaltungsplan aus dem Jahr 1994 hat aber bis heute Gültigkeit.

Der Bürgerrat Deitingen will nun erneut versuchen, das Bauland in der Stöcklimatt zu überbauen. Allerdings musste er zur Kenntnis nehmen, dass eine Bebauung nur mit Einfamilienhäusern heute nicht mehr genehmigt wird. Der Bürgerrat beabsichtigt deshalb, eine Teilüberbauung des Areals in verdichteter Bauweise.

Der Rest des zwei Hektaren grossen Grundstückes soll dann mit Ein- und Doppelfamilienhäusern bebaut werden. Das oder die Mehrfamilienhäuser sollen im Eigentum der Bürgergemeinde bleiben, die die 15 bis 18 Wohnungen vermieten will. Die Wohnungen sollen rollstuhlgängig ausgestaltet und mit einem Lift erschlossen werden. Die Doppel- und Einfamilienhäuser werden später im Baurecht erstellt.

Zuerst ein Studienauftrag

Im August 2016 wurde eine städtebauliche Studie für das Gebiet erarbeitet. Das Amt für Raumplanung hat dieses zur Weiterbearbeitung freigegeben. Auf der Basis der Studie soll nun ein Studienauftrag vergeben werden. Drei bis fünf Teams sollen parallel arbeiten. Mit dem Studienauftrag soll ein ortsbaulich überzeugendes und nachhaltiges Gesamtkonzept für die Entwicklung des Gebietes für verschiedene Wohnformen erarbeitet werden.

Gleichzeitig soll ein auf dem Gesamtkonzept basierender architektonisch hochwertiger und wirtschaftlich optimierter Projektvorschlag für Mehrfamilienhäuser zur Miete aufgezeigt werden. Eine organisatorisch und wirtschaftlich durchdachte Lösung wird ebenso angestrebt, wie die optimale Ausnützung der zur Verfügung stehenden Landfläche.

Das Konzept soll zudem als Grundlage für die Aufhebung des bestehenden Gestaltungsplanes dienen. Der Bürgerrat hofft, dass die Bürgergemeindeversammlung bereits im zweiten Quartal des nächsten Jahres über die Freigabe für die nächste Phase, die Submission der Arbeiten, entscheiden kann. (rm)