Unweit vom Schützenhaus Langendorf, gegen das so genannte Schilfwäldchen hin, hat die Bürgergemeinde Langendorf rund 320'000 Franken in die Sanierung der Wasserschutzzone «Brüggmoos» investiert. Die Sanierung der Quellfassung beruht auf kantonalen Auflagen und gewährleistet nun der Schutz der Fassung.

Eine erste Studie für ein Sanierungskonzept wurde bereits im Jahr 2000 erstellt. Peter Sury war damals im Bürgerrat Projektleiter und freut sich nach langjährigen Verhandlungen nun über das gute Ende. Nicht zuletzt auch wegen der Hartnäckigkeit der Bürgergemeinde und Verhandlungen mit insgesamt zwölf kantonalen Ämtern sei die Bauphase endlich abgeschlossen, erklärt Sury.

Eine erste Etappe abgeschlossen

Über den Abschluss der Bauarbeiten und die Abnahme durch den Kanton Anfang Juli freuen sich auch Gemeindeverwalter André Hess und der Präsident der Bürgergemeinde, Franz Aebi. Damit sei eine erste Etappe der Sanierung für die Wasserversorgung abgeschlossen, meint Hess. Warnschilder weisen auf die Wasserschutzzone hin und verpflichten zu besonderer Vorsicht beim Transport mit Gütern, die das Grundwasser gefährden können. Wo die Barriere steht, fuhren früher landwirtschaftliche Fahrzeuge durch.

Mit der abgeschlossenen baulichen Sanierung der Schutzwasserzone «Brüggmoos» ist allerdings erst der erste Schritt getan. Auch die Leitungen im Quellwerk beim Wasserreservoir bei der alten Steinsäge müssen erneuert werden. Auf die Frage nach der Dringlichkeit führen Hess und Aebi aus, dass dies nicht umgehend sein müsse. Dies hänge auch mit dem Wasserbedarf und dessen künftiger Entwicklung zusammen. Und diese Frage sei in Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht zuverlässig zu beantworten.

Betroffene zu Beteiligten gemacht

Insgesamt 15 Parzellen sind von der Schutzzone betroffen. Aebi erklärt, dass eine individuelle Einigung mit allen Betroffenen für die Umsetzung der Massnahmen immer eine Voraussetzung für den Bürgerrat war. «Die Wasserversorgung ist von öffentlichem Interesse und steht über privaten Ansprüchen,» so Aebi. «Es hätten auch Enteignungen vorgenommen werden können, was aber für den Bürgerrat nie eine Option gewesen ist.» Es sei schliesslich auch gelungen, sich mit allen Betroffenen zu einigen.

Dies sei neben dem Einbezug vieler Ämter ein weiterer Grund, weshalb es mit der Umsetzung des Projektes bis zum Abschluss lange gedauert habe. Man habe sich viel Zeit gegeben, sei prozessorientiert vorgegangen und habe dank der guten Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Umwelt, weiteren Fachstellen und der Einwohnergemeinde Langendorf, in jedem Fall einvernehmliche Lösungen gefunden. «Oft entstehen bei Projekten von öffentlichem Interesse und Nutzen Interessenkonflikte mit Privaten», so Aebi weiter. Diesem Umstand sei Rechnung zu tragen.

Schutzzone bedeutet auch Einschränkungen

Die Sanierung der Schutzzone bedeutet für alle Einschränkungen. Landwirte müssen beispielsweise durch die Sperrung alter Fahrwege längere Anfahrtswege zu ihren Feldern in Kauf nehmen, werden aber entschädigt. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sind aufgefordert, innerhalb der Schutzzone die Wege nicht zu verlassen und vor allem keine Flüssigkeiten auszuschütten oder Abfall liegen zu lassen.